Malediven – 34 Tipps für eure Traumreise ins Paradies

Malediven Tipps: Embudu Village

Hello Paradies! Ohne Frage die Malediven sind für viele ein absoluter Bucket-List-Place und der Inbegriff von schneeweißen Traumstränden und türkisblauem Meer. – Ein wahres Paradies eben!? Doch sind die Malediven wirklich für jeden das perfekte Reiseziel oder gibt es vielleicht auch Schattenseiten im Paradies? In diesem Beitrag zeigen wir euch 34 Malediven Tipps für eure Traumreise ins Paradies und versorgen euch mit allen Infos die ihr vor eurer Reise wissen müsst. Am Ende waren wir ehrlich gesagt selbst überrascht wie lang der Artikel geworden ist und wie viele spannende Fakten, dunkle Geheimnisse und hilfreiche Malediven Tipps wir für euch hier zusammentragen konnten, somit kann bei der Planung eurer Traumreise jetzt garantiert nichts mehr schiefgehen!

Reiseplanung – Sind die Malediven das richtige Reiseziel für mich?
Gepäck – Was muss unbedingt in den Koffer?
Unten im Meer – Entdecke die Unterwasserwelt
Naturschutz – Gefährdetes Paradies

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

Malediven Tipps: ReisePlanung

1: Die Beste Reisezeit für die Malediven

Auf den Malediven findet ihr durchgehend tropische Temperaturen und fantastisches Badewetter, somit eigenen sich die Malediven prinzipiell als ganzjähriges Reiseziel. Das Klima ist jedoch geprägt vom Monsun und insbesondere beim Monsunwechsel kann es wechselhaft sein. Juni und Juli gelten als die Monate mit den meisten Regentagen, die beste Reisezeit ist in den Monaten Januar bis April! Durch den Klimawandel haben sich aber auch auf den Malediven die Klimaeinflüsse verschoben, sodass ihr auch in den Wintermonaten mit Schauern rechnen müsst.

2: Wie komme ich auf mein Trauminsel?

Ihr erreicht das Inselparadies von Deutschland per Direktflug in ca. zehn Stunden oder über Umsteigeverbindungen über die großen arabischen Drehkreuze. Alle internationalen Flüge landen auf der Hauptinsel Male, von dort verteilen sich die Reisenden auf die einzelnen Inseln. Je nachdem wie weit eure Insel von Male entfernt ist, reist ihr per Wasserflugzeug oder mit dem Speedboat weiter. 

Extra-Tipp: Versucht im Flugzeug auf jeden Fall einen Fensterplatz zu ergattern, sodass ihr bereits beim Landeanflug die tropischen Inseln aus der Vogelperspektive bestaunen könnt.

Malediven Tipps: Embudu Village

3: Der Islam im Inselparadies

Was die wenigsten Wissen: Die Malediven sind ein streng muslimisches Land und haben immer wieder mit politischer Instabilität zu kämpfen. Außerhalb der heilen Welt der Resort-Inseln herrscht das Gesetz der Scharia, Frauen tragen Kopftuch anstatt Bikini und es herrscht absolutes Alkoholverbot. Was bedeutet das jetzt für euch als Touristen? Auf einer Resort-Insel werdet ihr nur wenig von der muslimischen Einstellung mitbekommen, ihr könnt in sommerlicher Kleidung und im Bikini an den Strand und bunte Cocktails schlurfen. Wenn ihr jedoch Male oder die Einheimischen-Inseln besucht, ist auf angemessenen Kleidung zu achten.

4: Malediven günstig erleben

Die Malediven sind definitiv kein Low-Budget-Ziel, dennoch könnt ihr dieses Traumreiseziel auch mit kleinerem Geldbeutel bereisen. Viele Einheimischen-Inseln wie Dhigurah öffnen sich mehr und mehr dem Tourismus, hier findet ihr die gleichen Traumstrände, günstige Restaurants und familiäre Hotels. Die meisten haben dann sogenannte Bikini- Strände an denen ihr wie gewohnt baden könnt, im Ort müsst ihr dann aber mit Einschränkungen rechnen. Um das Malediven-Feeling zu genießen was ihr euch erhofft, ist es am besten eine der Resort-Insel zu beziehen.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

5: sind die Malediven das richtige Reiseziel für mich?

Wer Abwechslung und Abenteuer sucht, ist auf den Malediven falsch. Schon auf Grund der geringen Fläche können aktive Menschen schnell einen Lagerkoller bekommen. Die Malediven sind definitiv das perfekte Reiseziel für alle die mal so richtig runterkommen wollen. Macht euch also bereit für Extrem-Relaxing, lange Strandspaziergänge, ein gutes Buch, ausgedehnte Nickerchen, Cocktails, gutes Essen und schnorcheln, schnorcheln, schnorcheln! 

6: Wie lange bleiben?

Auf Grund der langen Anreise lohnt sich unserer Meinung nach eine Reise erst ab mindestens zehn Tagen. Wir selbst waren zwei Wochen auf den Malediven. Da es unser erste Fernreise war, wurde uns auf Grund der neuen Eindrücke auch nicht langweilig, heute würde vermutlich eine Woche reichen.

Extra-Tipp: Kombiniert euren Strandurlaub mit einer spanennden Rundreise in Asien, die klassische Kombi ist Sri Lanka und die Malediven.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt
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7: Pauschalreise vs. Individualreise

Selbstverständlich könnt ihr die Malediven als Individualreisende erkunden, dies macht insbesondere dann Sinn wenn ihr mehrere Inseln besuchen wollt oder nach einer erlebnisreichen Rundreise in Asien entspannen wollt. Dann bucht ihr den Flug und die Unterkunft separat. In dem Fall müsst ihr euch allerdings auch im den Transfer zu eurer Insel selbst kümmern und mit zusätzlichen Kosten rechnen. Wir hatten das Gefühl das eine Individualreise auf eine Resort-Insel deutlich teurer ist und haben uns für das rundum sorglos Paket einer Pauschalreise entschieden.

8: Wie finde ich die richtige Insel für mich?

Überlegt euch genau was ihr von eurem Malediven-Urlaub erwartet, wie viel Luxus euer Budget hergibt und auf was ihr keinesfalls verzichten wollt. Wir wollten vor allem das wahre Malediven-Feeling genießen und uns wie auf einer einsamen Insel fühlen. Außerdem sollte die Insel unbedingt ein schönes Hausriff haben, sodass wir vom Strand aus schnorcheln konnten und nicht auf Bootsausflüge angewiesen sind. Auf Embudu* haben wir auf jeden Fall unser persönliches Paradies gefunden. 

Extra-Tipp: Wer mehr Abwechslung braucht kann eine der größeren Inseln auswählen auf denen mehrere Resorts angesiedelt sind und die Gäste die Einrichtungen der Nachbarhotels mit nutzen können.

Malediven Tipps: Embudu Village

9: Malediven mit Kindern?

Wer mit Kindern auf die Malediven reist sollt wissen, dass nicht alle Resorts die notwendige Infrastruktur bieten. Ob die Malediven mit Kind ein Erfolg werden, hängt vermutlich stark von der Mentalität eures Kindes ab. Habt ihr eine kleine Wasserratte die mit planschen, buddeln und exotischen Currys glücklich ist, dann nichts wie los. In der Lagune können auch kleine Kinder ungestört planschen und buddeln, während ihr nur wenige Meter weiter im Liegestuhl relaxt.

10: All-Inclusive vs. Vollpension

Da man auf den Resort-Inseln nicht mal eben in den Supermarkt gehen kann, sollte immer ein Verpflegungspaket gebucht werden. Immerwieder entbrennen hitzige Diskussionen ob man nun AIl-Inclusive oder Vollpension buchen sollte. Eine allgemein gültige Antwort können auch wir nicht geben. Es kommt tatsächlich auf das individuelle Angebot und eure Gewohnheiten an. Wir hatten Vollpension und sind so zu dem Zeitpunkt mit unserem Angebot definitiv günstiger gefahren als mit All-Inclusive.

Extra-Tipp: Bucht mindestens Halbpension, damit ihr zwei Mahlzeiten abgedeckt habt.

Ihr bezahlt einen Festpreis und könnt den ganzen Tag essen und trinken so viel ihr wollt. Oft ist nur eine Auswahl an alkoholischen Getränken (Hauswein, einheimisches Bier) und Cocktails mit No-Name Spirituosen inklusive. Frische Säfte, Kaffeespezialitäten, Marken Spirituosen und Importwaren müssen meist extra bezahlt werden. Manchmal gibt es Upgrades wie All-Inclusive + oder ++, dann sind z.B. auch bestimmte Aktivitäten inclusive.

Bei Vollpension müssen alle Getränke zusätzlich bezahlt werden. Die Mahlzeiten sind weiterhin inklusive. Manchmal sind eine Flasche Wasser am Tag oder die Tischgetränke inklusive.

In der Regel beinhaltet Halbpension das Frühstück und Abendessen. In manchen Fällen kann man die gewünschten Mahlzeiten auch selbst aussuchen. Die Getränke müssen wie bei Vollpension in der Regel extra bezahlt werden.

Das Frühstück ist die einzige Mahlzeit des Tages die im Preis inkludiert ist. In der Regel ist dann auch Filterkaffee und Tee inklusive, frische Säfte und Kaffeespezialitäten müssen jedoch meist zusätzlich bezahlt werden. Für alle anderen Mahlzeiten ist man selbst verantwortlich.

Malediven Tipps: Embudu Village

11: Was ist eine Barfußinsel?

Für absolutes Inselfeeling könnt ihr die Flip Flops getrost im Zimmer lassen und den ganzen Tag barfuß durch den weichen Sand spazieren. Es gibt keine richtigen Wege, sondern nur den feinen Sand unter euren Füßen. Ausschließlich zu den Mahlzeiten im Restaurant sind „Schuhe“ erwünscht. Embudu Village* ist zum Beispiel eine dieser Barfußinseln. 

12: Lohnt sich ein Wasserbungalow?

Ein Wasserbungalow schlägt oft mit einem saftigen Preisaufschlag zu buche. Bei einer kleinen Insel wie Embudu Village* lohnt es sich unserer Meinung nach überhaupt nicht, da ihr auch von den Strandbungalows in wenigen Schritten am Meer seid. An Land habt ihr den Vorteil, dass die Bungalows meist unter schattigen Palmen stehen wodurch ein angenehmes Klima erzeugt wird, während die Wasserbungalows den ganzen Tag in der Sonne braten. 

Extra-Tipp: Schaut euch die Angebote der Resorts und die Ausstattung der Wasserbungalows genau an und wägt ab, ob sich der Aufpreis für euch lohnt.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt
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13: Was kann man unternehmen?

Meist werden vom Resort oder der Tauchschule verschiedene Ausflüg angeboten. Die Klassiker sind neben Tauch- und Schnorchelausflügen z.B. auch ein Ausflug in die Hauptstadt Male, Inselhopping zu anderen Resorts oder auf Einheimischen-Inseln, sowie Dinner am Strand oder Sunset Cruise. 

Extra-Tipp: Man kann auch als Schnorchler auf Ausflüge der Tauchschule mit fahren und mit etwas Glück Walhaie oder Mantas sehen. 

14: Heiraten auf den Malediven?

Auch wenn die Malediven das Traumziel für viele Honeymooner ist, im Inselstaat kann man nicht rechtskräftig heiraten. Allerdings könnt ihr bei einer freien Trauung euren Traum von eurer Hochzeit am Strand erfüllen oder nach ein paar Jahren euer Eheversprechen erneuern lassen. Abgesehen davon kann man natürlich jederzeit in Hochzeitsshooting machen, die Resorts vermitteln gerne einen Fotografen.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

15: Internet: Bin ich dort erreichbar?

Die Malediven sind eigentlich der perfekte Ort für einen Digital-Detox. Wer trotzdem nicht ohne Instagram, Facebook und Co auskommt, muss natürlich nicht auf Internet verzichten. Entweder ihr kauft euch eine SIM-Karte am Flughafen oder aktiviert eine E-SIM. In den meisten Resorts gehört mittlerweile aber auch W-Lan zum Standard.

16: Trinkgeld: Was ist üblich?

Die Hotelangestellten bekommen wirklich wenig Geld und leben im Prinzip nur vom Trinkgeld, daher ist es üblich für jede Dienstleistung Trinkgeld zu geben. Egal ob Kofferträger, Kellner, Barkeeper oder Roomboy der Tip (min. 1$) ist obligatorisch! Auch wenn Rufiyaa die offizielle Währung ist, werden Trinkgelder generell in US-Dollar gegeben. 

Extra-Tipp: Achtet darauf, dass ihr neue saubere Scheine im Gepäck habt. Alte, dreckige zerknüllte Geldscheine sind für die Angestellten quasi wertlos, das sie sie nur schlecht eintauschen können.

Malediven Tipps: Embudu Village

Malediven Tipps: Was muss unbedingt ins Gepäck?

17: Ich packe meinen Koffer...

Streicht den Spruch „Ach, wenn ich was vergesse, kauf ich es halt dort.“ Auf den Malediven geht man nicht mal eben in den nächsten Shop und kauft sich einen neuen Bikini. Zwar gibt es auf den Resort-Inseln kleine Minimärkte aber alles was ihr nicht dabei habt werdet ihr dort sehr, sehr teuer bezahlen. Dafür braucht ihr für einen gelungenen Urlaub nicht viel: Sonnenbrille, Badesachen, Flip Flops, Sonnencreme, Schnorchel-Equipment und was Hübsches fürs Dinner – That´s it! 

Extra-Tipp: Streicht die Hälfte eurer Klamotten und packt einen Bikini mehr ein, denn effektiv lauft ihr sowieso den ganzen Tag in Badesachen rum und bekleidet euch nur zum Essen.

18: Sonnencreme

Vergesst unter gar keinen Umständen eure Sonnencreme und nehmt lieber eine Flasche mehr als zu wenig mit oder auch zwei oder drei! Sonnencreme ist auf den Malediven einfach unglaublich teuer!!! Wir waren am Ende etwas knapp und im Hotelshop wollten sie sage und schreibe 50$ für eine Flasche Sonnencreme. 

Extra-Tipp: Manchmal gibt es eine Art Tauschbörse (z.B. an der Tauchschule) wo man Sachen hinterlegen kann die man nicht aufgebraucht hat und die andere Gäste kostenlos verwenden können.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

19: Schnorchelzeug

Es soll ja Leute gegeben haben, die die Malediven verlassen haben ohne den Kopf unter Wasser zu stecken. Ihr solltet definitiv nicht dazu zählen! Lasst es euch auf keinen Fall entgehen die Unterwasserwelt zu entdecken. Dazu braucht es nicht viel, bereits für wenige Euro könnt ihr euch in Deutschland ein Schnorchel-Set kaufen. Im Notfall könnt ihr euch die Sachen aber auch an der Tauchbasis ausleihen, aber auch das ausleihen ist sehr teuer!

20: Wasserschuhe

Auch wenn der Sand in der Lagune flauschig weich ist. Kann es sein, dass an manchen Strandabschnitten abgestorbene, scharfkantige Korallen liegen, daher empfiehlt es sich Badeschuhe dabei zu haben. So seid ihr auch vor giften Tieren geschützt die sich teilweise im Sand eingraben.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

21: Fotoausrüstung

Egal ob GoPro*, No-Name-Cam oder Smartphone: Hauptsache ihr habt die Möglichkeit Unterwasserfotos zu machen. Alles andere würde euch mit Sicherheit ärgern. Profis haben natürlich noch den Unterwasserdome* für Splitshots dabei. Drohne* fliegen ist auf den Malediven prinzipiell erlaubt, bedarf aber einiger Genehmigungen. In den Resorts ist es zuweilen nicht gern gesehen, da die Privatsphäre der Gäste gewahrt werden soll. Fliegt am besten nur wenn niemand anderes am Strand ist, am besten in den frühen Morgenstunden.

22: Spiel, Spaß und Spannung

Damit euch unter keinen Umständen langweilig wird empfehlen wir euch auf jeden Fall das ein oder andere Gadget im Gepäck zu haben. Unsere stetigen Begleiter sind Kniffel und Strandtennis. Aber auch ein gutes Buch oder ein Tablet zum Filme gucken und Musik hören sollten unbedingt eingepackt werden.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

Malediven Tipps: Unten im Meer

23: Schnorcheln & Tauchen

Die Malediven sind nicht gerade das günstigste Ziel um einen Tauchkurs zu machen aber dafür mit Sicherheit eines der spektakulärsten. Jede Resort-Insel hat eine heimische Tauchschule. Auf Embudu* ist die Tauschschule sogar unter deutsch-österreichischer Leitung. Wir haben es allerdings beim schnorcheln belassen. Schnorcheln könnt ihr auf Inseln mit Hausriff prinzipiell den ganzen Tag und so wurde es auch zu unserer Hauptbeschäftigung. Ihr braucht keinerlei Vorkenntnis – außer schwimmen.

24: Strömungen nicht unterschätzen

Bei der Ankunft im Embudu Village* bekommt ihr eine Einführung der Tauchschule, denn gerade Embudu ist für seine starken Strömungen berüchtigt, welche schon einige Besucher das Leben gekostete haben. Eine Boje vor der Tauchschule zeigt die stärke der Strömung an, ist die Boje nicht zusehen solltet ihr nicht am Riff schnorcheln. Damit der Urlaub nicht in einer Katastrophe endet solltet ihr beim Schnorcheln einige Regeln beachten…

Geht nicht allein Schnorcheln: Im Notfall kann sich eure Begleitung dann bemerkbar machen und Hilfe holen.
Nutzt die Einstiegspunkte: Riffein- und Ausgänge erleichtern es euch aus der Lagune zum Riff zu schwimmen. Schwimmt nicht über das Riff, da ihr euch dabei schmerzhafte Wunden zuziehen könnt.
Tragt immer Flossen: Ohne Flossen habt ihr keine Chance solltet ihr in die Strömung geraten. 
Dont touch it: Vermeidet es Korallen und Muscheln zu berühren, da diese teilweise giftige Stoffe absondern. Wenn ihr den Tieren nicht hinterherjagt werden sie euch in der Regel auch nicht berühren.
Korallen schützen: Achtet darauf mit euren Flossen nicht gegen Korallen zu treten.
Vermeidet Schwimmwesten: Durch den Auftrieb werdet ihr zum Spielball der Naturgewalten. 
Go with the flow! Versucht nicht gegen die Strömung anzukommen, spart eure Kräfte und geratet nicht in Panik! Lasst euch bis zum Riffausgang treiben und schwimmt seitlich aus dem Strom.
Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

25: Was gibt es unter Wasser zu entdecken?

Am Hausriff könnt ihr unzählige bunte Fische, Moränen und Schildkröten entdecken, einige schwimmen auch direkt in die Lagune. Außerdem schwirren dort Babyhaie und kleine Rochen rum. Wir hatten ein Buch über die Unterwasserwelt der Malediven und haben uns jedes mal tierisch gefreut wenn wir einen neuen Riffbewohner „abhaken“ konnten. Mit etwas Glück könnt ihr außerdem Großfische wie Mantas oder Walhaie beobachten.

26: Walhaie, Mantas und Co: Wann bestehen die größten Chancen auf Sichtung?

Die besten Chancen Mantas in freier Wildbahn zu bestaunen habt ihr im Osten der Malediven von Mai bis Oktober und im Westen von Dezember bis März. Dann kann es auch sein, dass ihr die Mantas unverhofft am Hausriff seht. Schildkröten und Adlerrochen lassen sich dort regelmäßig blicken. Im Süd-Ari-Atoll habt ihr sogar ganzjährig die Chance Walhaie zu sehen. Mantas wie auch Walhaie lieben Plankton haltiges Wasser, dies kann beim schnorcheln unter Umständen unangenehm werden – Nesselplankton ist allerdings völlig ungefährlich.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

27: Fische anfüttern

Auf manchen Inseln füttern die Angestellten mit Essensresten die Fische an um großere Tiere in die Lagune zu locken. Natürlich ist dies für viele Touristen ein großes Spektakel, sollte jedoch nicht unterstützt werden! Durch das einbringen von verarbeiteten Lebensmitteln kann das empfindliche Ökosystem gestört werden. Wie bei allen anderen Tiere gilt auch hier, Menschenessen bekommt Tieren nur selten gut.

28: Wassersport

Neben Tauchen und Schnorcheln, bieten die meisten Resorts ein umfangreiches Wassersport-Angebot. Ihr könnt euch SUPs, Kajaks oder Windsurfausrüstung ausleihen und übers Meer gleiten. Außerdem könnt ihr Segel- oder Katamarantouren buchen und auf Angelausflüge gehen. Dabei solltet ihr natürlich immer darauf achten das Riff nicht zu beschädigen!

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

Malediven Tipps: Naturschutz

29: Gefährdetes Paradies

Die Malediven haben in vielerlei Hinsicht unter den Folgen des aufstrebenden Tourismus und des Klimawandels zu leiden. Der steigende Meeresspiegel, Umweltverschmutz und Korallenbleiche sind nur einige Faktoren. Leider gehen die Ansätze dabei weit auseinander: Auf der einen Seite werden künstliche Superinseln geschaffen auf der anderen Seite bemühen sich andere Resorts redlich darum einen annähernd nachhaltigen Tourismus zu ermöglichen.

30: El Nino

El Nino ist ein Wetterphänomen im Pazifik, welches in regelmäßigen Abständen auftritt. Auf Grund von mäßigen Passatwinden kann warmes Oberflächenwasser nicht mit dem kalten nährstoffreichen Tiefenwasser durchmischt werden, wodurch es zum erliegen des Humboldtstromes kommt. Die Fernwirkung des Phänomens hat Auswirkungen auf rund 3/4 der Erde und so auch auf die tropischen Gewässer um die Malediven. Auf Grund des Anstiegs der Wassertemparatur sorgt El Nino für das Einsetzen der Korallenbleiche, was schließlich zum absterben der Korallen führt.

Malediven Tipps: Erkunde die traumhafte Unterwasserwelt

31: "Reef Safe" Sonnencreme

Rifffreundliche Sonnencreme zu finden ist heute keine Hexenwerk mehr. Sie sind mittlerweile auch von der Hausmarke bei DM und Rossmann erhältlich. Achtet beim Kauf darauf, dass der Sonnenschutz ohne die synthetischen UV-Filter Octinoxate und Oxybenzone auskommt. Die meisten Sonnencremes sind mit dem Hinweis „Konform mit dem hawaiianischen Riffgesetzt“ oder „Reef Safe“ versehen. 

Extra-Tipp: Versucht so wenig wie möglich chemische Substanzen einzubringen und schützt euren Körper beim Schnorcheln mit UV-Kleidung anstatt Sonnencreme.

32: Müllprobleme auf den Malediven

Einerseits soll es den Gästen an nichts fehlen und es werden ohne Ende Lebensmittel und andere Güter ins Land importiert, andererseits ist auf den winzigen Inseln kaum Platz für eine vernünftige Mülltrennung und Entsorgung. Die Resort-Strände sind in der Regel makellos sauber aber in der Nähe von Male gibt es eine riesige Deponie-Insel auf der der Müll gesammelt und verbrannt wird. Auf manchen Inseln könnt ihr sogar die Rauchschwaden am Horizont aufsteigen sehen. 

Extra-Tipp: Tragt euren Teil bei und versucht so wenig Müll ins Inselparadies zu bringen, nehmt auch leere Verpackungen wieder mit nach Hause und versucht im Resort auf Einwegplastik zu verzichten.

Malediven Tipps: Embudu Village

33: Wiederbefüllbare Flaschen

Auf vielen Resort-Inseln werden täglich massenhaft PET-Flaschen verwendet, es gibt kein Pfandsystem und so landet der Müll auf der Deponie-Insel. Aber auch kleine Schritte können helfen, bringt einfach eure wiederverwendbare Trinkflasche mit und lasst sie an der Bar mit Soda auffüllen. Auf manchen Inseln gehört die Verwendung von wiederverwendbaren Glasflaschen heute glücklicherweise auch zum Standard.

34: Nachhaltiger Urlaub auf den Malediven?

Auch die Resorts sind mittlerweile für das Thema Umweltschutz sensibilisiert und immer mehr Initiativen bemühen sich um einen nachhaltigen Tourismus, darunter das Reethi Faru Resort* im Raa Atoll. Es wurden in den letzten Jahren nach und nach Maßnahmen umgesetzt die das sensible Ökosystem schützen sollen. Beispielweise wird Trinkwasser direkt auf der Insel aus Meerwasser gewonnen und täglich in Glasflaschen abgefüllt. Der Strom wird größtenteils durch Solarenergie gewonnen, es wird auf Einwegprodukte verzichtet und gereinigtes Abwasser zur Bewässerung genutzt.

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