Las Vegas - Die Schönsten Ausflüge und Nationalparks
in der Umgebung

Rote Berge im Valley of Fire

Las Vegas hat noch viel mehr zu bieten als Blingbling und Glücksspiel. Die Zockermetropole ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Die atemberaubendsten Nationalparks und Naturschauspiele liegen nur unweit vor den Toren der Stadt. Sie sind in einem Tagesausflug oder mit einem kurzen Trip ganz easy zu erreichen. Also hebt euch neben euren nächtlichen Entdeckungstouren auf jeden Fall noch etwas Energie auf um am Tag die Gegend zu erkunden.

Red Rock Canyon

  • Entfernung: ca. 30km
  • Anreise: Mietwagen
  • Dauer: wenige Stunden (bei Sonnenuntergang)

Der Red Rock Canyon ist wirklich nur einen Katzensprung, nämlich ca. 30km, von Las Vegas entfernt. Kaum zu glauben, dass man in so kurzer Zeit an einem so schönen Nationalpark sein kann.
Am schönsten ist es wenn man in den Abendstunden dort hinfährt und zusehen kann wie die Berggipfel in das warme Licht der untergehenden Sonne getaucht werden. Dann strahlen die atemberaubenden Felsformationen besonders schön rot. 

Durch den Nationalpark führt der Scenic Loop Drive, eine Panoramastraße die ihr nur in eine Richtung befahren könnt. Dabei kommt ihr an vielen interessanten Plätzen im Park vorbei und könnt von mehreren Haltebuchten und Aussichtspunkten aus die Landschaft entdecken. 
In der Ferne hinter den Hügel könnt ihr dann und wann auch noch die Skyline der Wüstenmetropole Las Vegas durchblitzen sehen.

Aussicht auf Red Rock Canyon
Red Rock Canyon Las Vegas mit roten Felsen

Seven Magic Mountains

  • Entfernung: ca 40km
  • Anreise: Mietwagen
  • Dauer: wenige Stunden

Habt ihr auf Instagram und Co auch schon diese bunten Steinsäulen gesehen welche mitten in der Wüste stehen? Diese Kunstinstallation sind die Seven Magic Mountains welche seit 2016 ihren Platz in der Wüste Nevadas gefunden haben und ursprünglich nur zwei Jahre stehen sollten. Auf Grund des großen Erfolges wurde die Genehmigung jedoch bis vorerst 2021 verlängert. Leider haben wir diesen Spot erst nach unserer Reise entdeckt. Wenn wir noch mal in die Gegend kommen würden wir diesem coolen Fotospot jedoch auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Hoover Dam

  • Entfernung: ca. 60km
  • Anreise: Mietwagen
  • Dauer: wenige Stunden

Am Hoover Dam könnt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen seht ihr ein Meisterwerk der Ingenieur-Baukunst, zum anderen könnt ihr einen weiteren US-Bundesstaat auf eurer Liste abstreichen. Denn der Hoover Dam liegt an der Staatsgrenze zwischen Nevada und Arizona und so könnt ihr über den Staudamm zwischen den beiden Bundesstaaten und wohlgemerkt auch zwei Zeitzonen hin und her laufen.

Blick auf Hoover Dam Stausee

Der Damm staut den Colorado River auf und sichert damit die Wasserversorgung der Region wie auch der Wüstenmetropole Las Vegas. Ohne ihn könnte der Wasserbedarf der Metropole niemals gedeckt werden. An den aufsteigenden Felswänden könnt ihr eindrucksvoll die Füllmenge ablesen und sehen wie viel Wasser in heißen Sommern bereits verbraucht wurde.

Blick auf Hoover Dam Bruecke
Schild von Arizona Staatsgrenze am Hoover Dam
Schild am Hoover Dam mit Baujahr 1931 - 1935

Valley of Fire

  • Entfernung: ca. 60km
  • Anreise: Mietwagen
  • Dauer: Halbtagesausflug

Das Valley of Fire ist einer der schönsten aber auch einer der fordernsten Nationalparks auf unserer Reise gewesen. Hier findet ihr atemberaubende Felsformationen, in allen Rot- und Orangetönen die man sich vorstellen kann. Wie in den meisten Nationalparks könnt ihr hier bequem mit dem Auto durchfahren und dann an den verschiedenen Spots anhalten. Kleine und größere Hikes führen euch dann zu den landschaftlichen Highlights.

Valley of Fire Wave rot Berge

Für uns die beiden schönsten Anlaufpunkte ist der Rainbow Vista und die Fire Wave. An beiden Spots könnt ihr die Gesteinschichten und die tollen Farben besonders schön betrachten. Der Rainbow Vista liegt direkt an der Straße. Zur Fire Wave müsst ihr euch auf einen kleinen Hike begeben (ca. 1-2km). Klingt erst mal nicht weiter anstrengend aber ist bei den Temperaturen extrem herausfordernd. (Mehr Infos wie ihr einem Sonnenstich entgeht findet ihr in unserem “Nice to know”)

Rainbow Hill im Valley of Fire
Felsen im Valley of Fire Nevada
Arch Rock im Valley of Fire

Death Valley

  • Entfernung: ca. 200km
  • Anreise: Mietwagen
  • Dauer: Tagesausflug

Das Tal des Todes macht seinem Namen alle Ehre. Wir glauben sofort, dass dort der heißeste Ort der Welt liegt und sind obendrein der festen Überzeugung am heißesten Tag der Geschichte dort gewesen zu sein. Trotz der Tatsache, dass wir unser Hotel in den frühen Morgenstunden verlassen haben wurden wir hier so richtig gegrillt. Es war so unerträglich heiß, dass man eigentlich nur aus dem Auto aussteigen konnte um ein paar Fotos zu machen und dann sofort wieder unter die rettende Klimaanlage musste. 

Die Wüsten-Landschaft im Death Valley ist trotzdem wirklich beeindruckend und im Sommer bei Temperaturen bis zu 50° kann man eindrucksvoll nachvollziehen wieso hier so viele Menschen ihr Leben gelassen haben und es verwundert auch nicht das eine Gallone Wasser hier teurer ist als eine Gallone Benzin. Deckt euch aber auf jeden Fall mit beidem reichlich ein und wagt einen Trip in die unwirkliche Wüstenlandschaft. 

Grand Canyon

  • Entfernung: ca. 200km - 400km
  • Anreise: Mietwagen oder
  • Helicopter
  • Dauer: 1-2+ Tage

Der Grand Canyon ist für viele eines der absoluten Traumziele und auch wir glauben man muss ihn mindestens einmal im Leben gesehen haben. Jedoch ist der Süd-Westen der USA so unendlich vielfältig, dass man nicht umhin kommt ab und an Entscheidungen treffen zu müssen. Für uns hieß dies bei unserem ersten Roadtrip in der USA, wir haben den Grand Canyon ausgelassen. Der Grund dafür war vor allem das wir uns zu nächst etwas auf die küstennahen Regionen wie den Highway 1 konzentriert haben und dann nicht zu weit ins Landesinnere vordringen konnten.
Den Grand Canyon kann man auch gut mit einem Trip durch die Nationalparks im Landesinneren bzw. über die historische Route 66 verbinden. Aufgeschoben ist also nicht aufgehoben – denn diese Route steht fest auf der Reisewunschliste!!!

Grasbuesche in Wueste von Valley of Fire

Von Las Vegas gibt es aber durchaus den ein oder anderen Weg den Grand Canyon zu besuchen. Zunächst muss man aber erst einmal klar stellen, dass das Gebiet was man landläufig als “Grand Canyon” bezeichnet wahnsinnig groß ist. Der Grand Canyon Skywalk z.B. liegt nur ca. zwei Stunden von Las Vegas entfernt, wohingegen das Grand Canyon Village, das Herz des Nationalparks, noch mal ca. vier weitere Stunden Autofahrt weiter im Landesinneren liegt. Dabei wird schon deutlich, dass ein Tagesausflug relativ schwierig wird und man für einen Besuch im Grand Canyon Nationalpark mindestens eine Übernachtung einplanen sollte. Dies schon allein, damit man das Vergnügen hat den Canyon bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang zu bestaunen.

Rote Berge im Valley of Fire

Der Skywalk ist mehr oder weniger eine Touristenattraktion die allein für die Besucher aus Las Vegas geschaffen wurde um mal ebenen fix den Grand Canyon von der Bucket-List zu streichen. Sicherlich hat man auch von dort eine recht coole Aussicht, aber er ist relativ teuer (inges. ca. 80$) und halt einfach nicht der “richtige” Grand Canyon Nationalpark.

Wenn ihr den Grand Canyon von Las Vegas aus besuchen wollt und keine zusätzliche Übernachtung einplanen könnt, dann könnt ihr dies auch über einen Heliflug in Angriff nehmen. Es gibt unzählige Tourenanbieter für den großen und ganz großen Geldbeutel. Aber hey, so ein Heliflug ist dann auch einfach noch mal etwas ganz besonderes dafür kann es sich schon mal lohnen etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Havasu Falls

  • Entfernung: ca. 360km
  • Anreise: Mietwagen
  • zu Fuß
  • Helicopter
  • Dauer: 2 Tage

Dieses Highlight für echte Abenteurer möchten wir euch keinesfalls vorenthalten. Wir selbst haben die Tour nicht gemacht aber es juckt uns tatsächlich schon ganz schön in den Fingern. Der Ort scheint mir einfach magisch zu sein und ich habe Katrins Artikel über ihren abenteuerlichen Ausflug zu diesem Spot quasi verschlungen. “Places to see before you die” sind Katrins Spezialität und die Havasu Falls gehören auf jeden Fall dazu! Es gibt vermutlich wenige Orte auf der Welt wo man mit Fug und Recht behaupten kann: Das macht nicht jeder!!! Seid ihr neugierig geworden? 
Bei “Before we die” findet ihr den ausführlichen Bericht und wirklich hilfreiche Überlebenstips!

Nice to know:

Hitze: Bitte unterschätz auf keinen Fall die Temperaturen in der Wüste und den Nationalparks. Wir waren im September dort und es war extrem heiß!!! Temperaturen über 40°C sind keine Seltenheit. Unser Thermometer hat bis zu 120°F angezeigt, dies entspricht 49°C .

Wasser, Wasser, Wasser: Auf allen Ausflügen in die amerikanische Wüste, solltet ihr – nein müsst ihr – unbedingt darauf achten, dass ihr genug Wasser dabei habt. Wie oben schon erwähnt seid ihr mitunter unglaublichen Temperaturen ausgesetzt. Schon bei kleinster Anstrengung bedarf es reichlicher Wasserzufuhr.

Sonnenschutz: Selbstverständlich ist auch ein ausreichender Sonnenschutz Pflicht! Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille sollten zu eurer Grundausstattung gehören. Bei der Hitze und der Sonneneinstrahlung gerät der Körper schnell an seine Grenzen.

Warnungen nicht ignorieren: Wir haben selbst die Erfahrung gemacht und einmal die Warnschilder ignoriert. An der Fire Wave sind wir trotz Warnung losgestiefelt und dachten uns 1-2 km sind ja keine Strecke, das schaffen wir locker. Wir sind bei bewölktem Himmel losgegangen, nach kurzer Zeit zog es auf und wir wurden extrem gegrillt. Das hätten wir uns so auch nicht vorstellen können und schon die kurze Wanderung (eigentlich eher ein Spaziergang) hat uns an unsere Grenzen gebracht.

Auf den Körper achten: Fragt euch trotz allem Entdeckerdrang ob ihr wirklich losgehen wollt. Lohnt es sich sich in Gefahr zu begeben?! Im Death Valley war es für uns kaum möglich auf Entdeckungstour zu gehen. Kaum aus dem Auto raus, war man schon völlig überhitzt. Wir mussten uns dort tatsächlich mit dem Halt an den Turnouts zufrieden geben, da es für uns unvorstellbar war noch wandern zu gehen.

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