Koh Tao - 8 Tips für euren Trip auf Die Mini-Insel

"Koh Tao, Palmen am John Suwan Viewpoint"

Auf Koh Tao hatten wir uns im Vorfeld am meisten gefreut. In unserem Freundeskreis hatten wir bisher nur gutes gehört und viele sind in wahre Begeisterungsstürme über die kleine Insel ausgebrochen. Die schönsten Strände, unberührte Natur und ein einzigartiges Flair sollte es hier geben. Am Ende war es vermutlich die Kombination mehrerer Einflüsse, die ein wenig Enttäuschung aufkommen ließ.
Koh Tao hat es uns irgendwie nicht so leicht gemacht. Janne hatte die ganze Zeit mit einer fiesen Erkältung zu kämpfen, sodass wir unsere Aktivitäten auf Sparflamme fahren mussten. Unter anderem war schnorcheln nicht gerade ein Vergnügen, sodass wir die größte Sehenswürdigkeit auf Koh Tao – die Unterwasserwelt – nur selten zu sehen bekamen. Kurz nach Silvester und der Countdown-Party auf Koh Phangan, war es außerdem brechend voll und wir hatten das Gefühl die kleine Insel würde aus allen Nähten platzen.

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Unsere Unterkunft, das Fisherman Koh Tao* liegt in der Bucht von Chalok Ban Kao, dem zweitgrößten Strand der Insel. Die Bucht ist schön und im Ort gibt es zahlreiche Restaurants und Tauchschulen. Trotzdem ist es dort ruhig und es geht sehr entspannt zu. Das Hotel* hat viel Potential. Vor allem die Außenanlagen sind sehr schön angelegt. Der Pool ist einfach der Hammer und mal ein Infinity-Pool der seinen Namen verdient hat. Hier kann man herrlich entspannen und den Blick über die Bucht schweifen lassen. Leider haben uns die Zimmer nicht gänzlich überzeugt. Sie sind sehr einfach ausgestattet und könnten mal wieder eine Renovierung vertragen. 

"Koh Toa, Pool am Hotel Fisherman Koh Tao"
"Koh Toa, Pool am Hotel Fisherman Koh Tao"

DO: Die Unterwasserwelt entdecken

Die Unterwasserwelt von Koh Tao ist weltberühmt und lockt seit jeher Taucher aus aller Welt an. Aber nicht nur für Taucher hat die Insel einiges zu bieten, auch Schnorchler kommen hier auf ihre Kosten. Leider konnten wir wegen Jannes Erkältung nur sehr wenig schnorcheln und haben lediglich in der Nähe vom Freedom Beach den Kopf unter Wasser gesteckt. Dies war allerdings schon ziemlich vielversprechend und wir können uns gut vorstellen, dass es an den beliebten Schnorchelsports noch viel schöner ist. Das Wasser ist ganz klar und ihr könnt oft direkt vom Strand aus los schnorcheln. Um mehrere Spots zu erkunden, eignet sich am besten eine Tour mit dem Longtailboot. 
Aber Achtung: Wenn ihr von Koh Tao aus zum Sailrock fahren wollt um mit Walhaien zu schwimmen könntet ihr enttäuscht werden. Wir konnten keine Tauchschule finden die auch Schnorchler mitnimmt. Meist werden die Touren auch nur einmal in der Woche angeboten. Von Koh Phangan aus ist der Sailrock besser zu erreichen.

"Thailand, Drohnenaufnahme von Bucht auf Koh Tao"

DO: Mit dem Longtailboot die Insel umrunden

An den Hauptstränden liegen zahlreiche Longtailboote vor Anker. Ihr könnt die Fahrer ansprechen und euch was ausmachen, dies läuft ziemlich unbürokratisch ab und ihr könnt euch auch spontan am Morgen dafür entscheiden. Wir hatten mit einem Fahrer schon was ausgemacht und mussten die Tour dann leider canceln. Der Preis ist festgeschrieben und beträgt 2500 Baht (ca. 72€) für 1-2 Personen bzw. 3500 Baht (ca. 100€)bei 3-4 Personen usw… Ihr könnt natürlich auch euer Verhandlungsgeschick spielen lassen, aber wir fanden den Preis völlig in Ordnung für eine private Ganztagestour um die Insel und finden persönlich das man die Leute auch nicht immer um jeden Preis runter handeln muss.
Unser Fahrer hatte eine Karte mit der Route parat und hätte mit uns die wichtigsten Strände (inkl. Mango Bay und Koh Nang Yuan) angefahren und die gesamte Insel umrundet. Trinkwasser, Früchte und die Schnorchelausrüstung sind im Preis inklusive. Bei rauer See kann es sein, dass ihr nur den Westen der Insel zwischen Shark Bay und Mango Bay abfahrt. Dann habt ihr etwas mehr Zeit an den einzelnen Stationen und der Preis bleibt gleich.

"Koh Tao, Longtailboote am Strand"

DO: Die Aussicht vom John Suwan Viewpoint genießen

Die Aussicht vom John Suwan Viewpoint ist wohl eines der bekanntesten Bilder die man von Koh Tao kennt. Demnach ein absolutes Must-Do auf der Insel. 
Der Viewpoint liegt im Süden der Insel zwischen der Shark Bay und Chalok Ban Kao. Er ist leicht mit dem Roller zu erreichen, vom Parkplatz müsst ihr nur noch einen kurzen Aufstieg meistern. Hier müsst ihr etwas klettern aber die Anstrengungen lohnen sich definitiv. Auch auf dem Weg eröffnen sich immer wieder tolle Blickwinkel auf die Insel und das Meer. Am Gipfel habt ihr dann die berühmte Aussicht über die Insel und die beiden anliegenden Buchten. 
Es gibt übrigens einen Unterschied zwischen dem John Suwan Viepoint und der John Suwan 360° Bar.  Der Viewpoint ist der bekannte Felsen und liegt auf dem Gelände des Freedom Beach Resorts, daher müsst ihr 100 Baht (ca. 3€) Eintritt bezahlen. Witzigerweise hat die geschäftstüchtige John Suwan 360° Bar jedoch vor dem Hotel ein riesiges Schild aufgestellt und lockt euch mit dem Viewpoint an. Die Bar hat einen kleinen Insta-Spielplatz auf den Berg gebaut, wofür ihr auch nochmal 50 Baht (ca. 1,50€) Eintritt zahlt. Beide Aussichtspunkte sind sehr cool, aber irgendwie ist es schon etwas frech… naja hinterher ist man immer schlauer.

"Koh Tao, John Suwan Viewpoint"
"Koh Tao, John Suwan Viewpoint"
"Koh Tao, John Suwan Viewpoint"

DO: Ein Stand-Up-Board ausleihen

Wie ihr vielleicht wisst haben wir eine große Leidenschaft: Das Stand-Up-Paddling. Natürlich versuchen wir auch im Urlaub immer mal ein Ründchen zu drehen. An paradiesischen Traumstränden macht alles gleich noch mal doppelt so viel Spaß. Wir haben beim Assava Dive Resort für 800 Baht (ca. 23€) zwei Boards für einen ganzen Tag geliehen (wahnsinnig günstig) und sind von der Bucht von Chalok Ban Kao bis zur Shark Bay gefahren. Wir lieben das paddeln vor allem, da wir so an Plätze kommen, wo nicht jeder hinkommt. So konnten wir auch an winzigen Buchten halten und hatten unseren eigenen kleinen Privatstrand.

"Koh Tao, Stand-up-Paddling"

DON´T: Unvorsichtig sein

Auf Koh Tao ist nicht sehr viel Verkehr, dafür warten andere Tücken des Straßenverkehrs auf euch. Die Straßen sind zwar mittlerweile gut ausgebaut, doch sie sind sehr steil und kurvig. Die Landschaft ist sehr beeindruckend und ihr könnt davon leicht abgelenkt sein. Achtet immer auf die Straße und geht in steilen Kurven keine Risiko ein.
Angeblich soll auf Koh Tao auch die Mafia ihre Finger im Spiel haben. Gerade beim Rollerverleih werden immer wieder Touristen ausgenommen. Gebt also nicht euren Reisepass als Pfand ab. Unser Hotel hat uns den Rollerverleih von Buddha View Travel empfohlen (neben dem Yin Yang Restaurant). Hier zahlt ihr zwar etwas mehr, seid aber vollständig gegen Schäden versichert und müsst keinen Pfand hinterlegen!
In den letzten Jahren war Koh Tao immer wieder wegen mysteriösen Morden an Touristen in der Presse. Gerade bei Parties am Sairee Beach solltet ihr daher besonders vorsichtig sein. Die Kriminalität steigt mit den zunehmenden Touristenzahlen. Wir haben uns jedoch zu keiner Zeit unsicher gefühlt.

DON`T: Zu viel Zeit für die Insel einplanen

Wenn ihr nicht gerade einen Tauchkurs machen wollt, solltet ihr nicht zu viel Zeit auf Koh Tao einplanen. Die Insel ist wirklich glitzeklein und ihr habt schnell alles gesehen was es zu sehen gibt. Damit ihr es euch etwas besser vorstellen könnt: In 15 Minuten seid ihr mit dem Roller vom südlichsten bis zum nördlichsten Zipfel der Insel gefahren.

"Koh Tao, Palmen am John Suwan Viewpoint"

DON´T: Glauben Thailand ist immer günstig

Wir fanden Koh Tao im Vergleich zu den anderen Inseln im großen und ganzen teurer. Natürlich ist es immer noch günstig aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmt irgendwie nicht so recht. Ob Hotel* oder Restaurant meist ist die Qualität etwas schlechter aber der Preis etwas höher. Man wird häufig noch mal zusätzlich zur Kasse gebeten und hat dann und wann auch das Gefühl etwas verarscht zu werden. 

DON´T: Glauben Koh Tao ist noch die selbe Insel wie vor wenigen Jahren

Wie anfangs schon erwähnt hatten wir ziemlich hohe Erwartungen an Koh Tao. Unsere Freunde haben wahnsinnig von der Insel geschwärmt. Wir mussten allerdings feststellen, dass der Hype der sich um die kleine Insel dreht, vermutlich innerhalb kürzester Zeit um einiges verändert hat. Koh Tao ist ganz hübsch aber die schönsten Strände und atemberaubende Natur haben wir für uns an anderen Orten gefunden. Irgendwie hat uns das besondere Koh-Tao-Flair einfach nicht so richtig erreicht. Für uns war es einfach etwas zu voll, zu (möchtegern) hip und völlig überbewertet.

"Koh Tao, Schaukel am Strand von Koh Tao"

Buddha Bar – Coole Strandbar in Chalok Ban Kao mit Blick auf die Bucht und kuscheligen Sitzsäcken. Chang zu fairen Preisen, perfekt für den Sundowner

Pirate Bar – schnuckeliges Piraten-Nest in einer etwas abgelegenen Bucht. 

Freedom Bar am Taatoh Beach – Nicht zu verwechseln mit der schrecklichen Bar am Freedom Beach. Der Taatoh Beach ist ein niedlicher kleiner Strandabschnitt mit coolen Chillout-Möglichkeiten. Das Essen dort war sehr lecker.

John Suwan 360° Bar – Insta-Spielplatz mit 360° View auf die Insel. Schade, dass man Eintritt bezahlen muss.

Your Place Koh Tao – Leckeres Thaifood und Burger. Für uns das beste Essen auf der Insel. Frittiertes Eis zum Nachtisch… wer kann da schon Nein sagen!

Yin Yang Restaurant – hippes Restaurant in Chalok Ban Kao. Abends rechtzeitig kommen, da es schnell ziemlich voll wird. Oder am Nachmittag in Ruhe Mango-Cheesecake und Mango Sticky Rice genießen.

Food Court neben 7Eleven – leckere Thaiküche zu günstigen Preisen. Viel Auswahl.

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