Hawaii – Wow(i) Maui, diese Highlights darfst du nicht verpassen!

"Maui, Schildkröten am Ho´okipa Beach"

Traumhafte Strände, dichter Dschungel, Surferparadies und Alohafeeling…um Hawaii ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Eins haben sie alle gemeinsam: Hawaii ist das absolute Traumreiseziel. Während Europäer meistens mehrere Inseln besuchen, haben die Amerikaner ihre Lieblingsinsel bereits gefunden: Maui, das Paradies auf Erden! Und tatsächlich erfüllt Maui zahlreiche der magischen Hawaiiklischees und hat einiges zu bieten. Doch wie soll man bei der Fülle an Möglichkeiten die absoluten Highlights herausfinden? Wir haben zwei Wochen auf Maui verbracht, dabei haben wir jeden Zipfel der Insel erkundet und hier unsere absoluten “Top 5 Maui-Highlights” für euch zusammengetragen.

1: Haleakalā Summit & Sliding Sands Trail

Der Haleakala Nationalpark ist ohne Zweifel einer der beeindruckendsten Orte auf Maui. Er erstreckt sich über das Vulkangebiet im Landesinnere bis zu den Küstenabschnitten rund um die Oheo Gulch (Pipiwai Trail). Schon beim Landeanflug auf Maui fällt auf: Die Insel ist zweigeteilt, im Osten dominiert der Red Hill Haleakala die Landschaft. Im Westen bildet der Puu Kukui den Gegenpol. Der Haleakala ist mit rund 3.055m die höchste Erhebung auf Maui, der Gipfel liegt über den Wolken und in der Ferne könnt ihr an guten Tagen die Berggipfel von Big Island aus den Wolken blitzen sehen. 

"Maui, Haleakala Nationalpark"

Der Gipfel des Haleakala ist bekannt für seine traumhaften Sonnenauf- und untergänge über den Wolken. Ein einmalige Erlebnis, welches nicht nur eines unserer Maui-Highlight, sondern eines unserer Reisehighlights allgemein geworden ist. Wir haben uns für den Sonnenuntergang entschieden und haben davor die Wanderung in den Krater unternommen. Dies war für uns absolut die perfekte Variante, da wir nicht mitten in der Nacht aufstehen mussten und die beiden Aktivitäten kombinieren konnten. Wir sind am Vormittag in unserer Unterkunft in Kihei losgefahren und haben uns die unzähligen Kehren auf rund 3.000m Höhe hochgeschraubt. 

Wichtig: Auf Grund der Höhe soll man den Ausflug zum Haleakala nur machen wenn man in den letzten 24h nicht Tauchen war, bzw. soll man in den nächsten 24h nicht Tauchen gehen!

Bei der Fahrt auf den Gipfel durchquert ihr die Wolkendecke, dementsprechend kann es passieren, dass es wie aus Eimern gießt. Lasst euch davon nicht beirren, die Gipfel liegt fast immer oberhalb der Wolkendecke, sodass dort wieder schönes Wetter ist. Je mehr Wolken sich um den Berg gruppieren desto besser ist das Schauspiel beim Sonnenauf- bzw. -untergang. Wir haben in zwei Wochen den Berg nur einmal völlig wolkenlos gesehen, dann ist der magische Effekt natürlich nicht vorhanden.

"Maui, Sonnenuntergang Haleakala Summit"

*Get your Guide Affiliateprogramm: Wenn ihr über einen der o.g. Links eine Tour bucht, bekommen wir eine kleine Provision.
Der Preis erhöht sich für euch natürlich nicht! 

Sliding Sands Trail

Der vollständige Sliding Sands Trail (Keoneheʻeheʻe Trail) führt über rund 30km vom Haleakala Visitor Center in der Nähe des Gipfels durch den Krater zum Halemau’u Trailhead am Anfang des Nationalparks. Da die Wanderung sehr lang ist, gehen die meisten nur einen Teil des Weges, so auch wir. Wir sind vom Visitor Center in die Mondlandschaft des Kraters gewandert und nach ca. 6 km an der ersten Weggabelung wieder umgedreht. Die Wanderung ist zu Beginn sehr einfach, wenn ihr jedoch den gleichen Weg zurück geht solltet ihr unbedingt beachten, dass der Aufstieg anstrengender ist und ihr dementsprechend mehr Zeit benötigt. Nicht das ihr am Ende noch den Sonnenuntergang verpasst. Bereits auf dieser Strecke habt ihr einen tollen Blick auf die Sandkegel im Krater, ein absolutes Highlight!
Mit etwas Glück laufen euch auch die kleinen “Nenes” über den Weg. Diese kleine Gänseart ist das Nationaltier Hawaiis.

"Maui, Blick in den Krater im Haleakala Nationalpark"
"Maui, Sliding Sands Haleakala Nationalpark"
"Maui, Sliding Sands Haleakala Nationalpark"
"Maui, Sliding Sands Haleakala Nationalpark"

Sonnenuntergang auf dem Haleakala Summit

Nach der beeindruckenden Wanderung ist es Zeit den Abend romantisch ausklingen zu lassen. Damit ihr dies auch wirklich genießen könnt, braucht ihr warme Sachen und ein paar Snacks um euch nach der Wanderung zu stärken. Auf dem Gipfel gibt es kein Restaurant oder Einkaufsmöglichkeit. Wenn ihr wie wir, zuvor die Wanderung gemacht habt, seid ihr auf jeden Fall rechtzeitig da und habt euch einen Parkplatz gesichert. Allen anderen sei gesagt: Kommt nicht zu spät, die Parkplätze sind begrenzt und ihr müsst unter Umständen noch weit zum Gipfel laufen. Der Profi ist mit seinem Strandstuhl und einer vollgepackten Kühlbox ausgestattet. Dann heißt es warten und genießen. 

Bilder sagen mehr als 1000 Worte: Let´s the magic begin…

Wer nach Hawaii kommt wird die Pudelmütze vermutlich zu Hause lassen. Wenn ihr jedoch auf dem Gipfel des Haleakala den Sonnenaufgang bzw. -untergang sehen möchte sollte ihr unbedingt warme Sachen mit im Gepäck haben. Es wird wirklich eisig!

Bei unserer Wanderung in den Krater hatten wir rund 15°C, beim Sonnenuntergang fielen die Temperaturen auf ca. 8°C, dazu kommt der eiskalte Wind, der es um einiges kälter wirken lässt. 

Lange Hosen, ein dicker Pulli, Windjacke und feste Schuhe sind auf jeden Fall Pflicht! Da wir aus dem deutschen Herbst kamen hatten wir die Sachen ohnehin dabei. Darüber hinaus haben wir noch eine Decke aus der Unterkunft mitgenommen und hätten locker noch mehr brauchen können. 

In einem anderen Artikel haben wir gelesen: “Nimm so viele warme Sachen wie möglich mit und wenn du denkst du hast genug, dann nimm noch mehr mit!” und genau diesen Rat würden wir euch auch geben. Man unterschätzt es unglaublich leicht wenn man in den tropischen Temperaturen an der Küste losfährt aber es ist wirklich, wirklich (!!!) kalt.

Beachtet auch, dass es beim Sonnenaufgang nochmal um einiges kälter ist, da die Erde nicht vom Tag aufgeheizt ist. Dann können die Temperaturen leicht unter die Null-Grad-Marke fallen. Manchmal liegt dann sogar Schnee.

Bei geführten Touren sind meistens dicke Wintersachen im Preis inklusive. Dort werden dann zum Teil Skianzüge aufgefahren. Damit erreicht man dann bestimmt endlich Wohlfühltemperatur.

2: Pipiwai Trail

Der Pipiwai Trail ist einer der letzten Stops auf der weltberühmten “Road to Hana” und Teil der Küstenregionen des Haleakala Nationalparks. Streng genommen liegt der Trail jedoch hinter Hana. In unserem Fall war es der erste Stop auf der Route, da wir die Road to Hana an diesem Tag rückwärts gefahren sind. Auch wenn viele Quellen behaupten die Region sei nicht über das Upcountry zu erreichen, dem ist nicht so! Wenn ihr sichere Fahrer seid, könnt ihr bedenkenlos die Route durch Landesinnere nehmen. Es gibt nur einen sehr kurzen Streckenabschnitt auf dem es etwas holprig wird, der Rest der Straße ist tadellos ausgebaut. Wir sind die Strecke mit unserem normalen Mietwagen gefahren, mit einem der beliebten Jeeps werdet ihr gar keine Probleme haben die Anfahrt zu meistern. Die Landschaft und der Blick auf die Küste sind darüber hinaus wunderschön und absolut sehenswert. 

"Maui, Waimoku Fall"

Unser Tag startet also mit der Wanderung des Pipiwai Trails. Früh aufstehen lohnt sich, da im Laufe des Tages die Wanderer ankommen, die zuvor die Road to Hana gefahren sind. Morgens haben wir ohne Probleme einen Parkplatz bekommen, als wir gegen Mittag zurück kamen war der Platz brechend voll und die Parkplatzsuche gestaltete sich für die Spätankömmlinge schwierig. 
Der Trail an sich ist sehr einfach, schattig und gut ausgebaut. Er führt in ca. 40 Minuten zum Waimoku Fall. Nichts desto trotz solltet ihr auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, da es im Dschungel relativ matschig werden kann. Außerdem sollte ihr natürlich ausreichend Trinkwasser im Gepäck haben, auch Mückenspray kann nicht schaden.

"Maui, tropische Pflanzen am Pipiwai Trail"

Für uns war jedoch nicht der Wasserfall das Highlight der Tour, sondern die Wanderung an sich. Diese führt nämlich durch beeindruckende Natur. Zu Beginn geht es durch einen verwunschenen Regenwald. An allen Ecken duftet es nach tropischen Früchten, wer Ahnung von Botanik hat kann sich am Wegrand den Bauch vollschlagen. Da wir nicht wussten ob von Guaven, Maracujas und Mangos alle Sorten uneingeschränkt essbar sind haben wir uns mit den tollen Gerüchen begnügt. Anschließend führt der Pfad in einen riesigen Bambuswald. Entlang des Holzstegs könnt ihr wilde Tiere im Unterholz beobachten oder einfach dem Geräusch lauschen, was entsteht wenn der Bambus sich im Wind wiegt. Kurz vor dem Wasserfall wird der Dschungel lichter und die Vegetation ändert sich nochmals sodass ihr tropische Blüten und Insekten bestaunen könnt. 

"Maui, Bambuswald am Pipiwai Trail"
"Maui, Bambuswald am Pipiwai Trail"
"Maui, Wanderung Pipiwai Trail"

Der Eintritt in den Haleakalā-Nationalpark kostet 30$ (Stand 12/2022) pro Fahrzeug und ist 3 Tage gültig. Beachtet daher unbedingt, dass ihr euren Besuch auf dem Summit und an der Küste (z.B. Pipiwai Trail) so plant, dass ihr den Eintritt nur einmal bezahlen müsst. 

Es gibt mehrmals jährlich sogenannte “Fee Free Days” an diesen Feiertagen wird kein Eintritt erhoben. Die Liste der Daten findet ihr hier. Wir hatten z.B. Glück, dass einer dieser Tage in unseren Reisezeitraum gefallen ist, so konnten wir die Besuche freier planen.

Der Haleakalā-Nationalpark ist Bestandteil des “America the beautiful Nationalparkpass”. Wenn ihr also Inhaber des Passes seid, müsst ihr nicht noch mal Eintritt bezahlen.

Um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu erleben, müsst ihr euch nochmal gesondert registrieren. Es sind so viele Tickets verfügbar wie es Parkplätze gibt. Bucht unbedingt frühzeitig, da die Tickets Wochen im voraus ausgebucht sind. Es wird zusätzlich eine symbolische Reservierungsgebühr von 1$ erhoben. Wichtig: für den Sonnenuntergang ist keine Reservierung nötig!

3: Waihee Ridge TRail

Achtung Klischeealarm: Der Waihee Ridge Trail ist nicht nur eine der schönsten Wanderungen auf Maui, sondern für uns auch eine der schönsten und hawaiianischsten die wir auf dem Archipel bisher gemacht haben. Hier findet ihr alles was man sich von einer Wanderung auf Hawaii erwartet. Ihr wandert auf dem Grat (engl. ridge)  des Bergrücken entlang, am Wegrand stehen tropische Farne und die Wolken ziehen an euch vorbei. Die Krönung ist der atemberaubende Blick ins Valley. Je nach Wetter, was bei uns leider nicht so ideal war, könnt ihr über die ganze Insel bis zur Küste schauen. Man wartet förmlich das ein Dinosaurier aus dem Gebüsch springt und hat auf Schritt und Tritt die Jurassic Park Melodie im Ohr.

"Maui, Waihee Ridge Trail"

Der Waihee Ridge Trail ist als mittelschwere bis schwere Wanderung eingestuft. Unserer persönlichen Meinung nach ist die größte Herausforderung jedoch die wahnsinnig hohe Luftfeuchtigkeit, wodurch die Wanderung um einiges anstrengender wird als sie vom Gelände her wäre. Der Weg selbst ist durchgängig gut begehbar und technisch einfach zu bewältigen. Gut, dass man viele Pausen einlegen kann um die Landschaft zu bestaunen und Fotos zu machen. Der steilste Anstieg beginnt direkt hinter dem Parkplatz, zunächst geht es durch einen relativ unspektakulären Wald, später wechseln steilere und flachere Passagen ab. Auch hier heißt es, früh kommen lohnt sich, denn die Parkplätze sind begrenzt. Festes Schuhwerk ist Pflicht. Achtet an klaren Tagen auf jeden Fall auf ausreichend Sonnenschutz, da es auf dem Weg kaum Schatten gibt!

"Maui, Waihee Ridge Trail"
"Maui, Wanderung Waihee Ridge Trail"
"Maui, Wanderung Waihee Ridge Trail"

4: Hoʻokipa Beach & Lookout

Für alle die es etwas ruhiger angehen lassen wollen, kommt jetzt ein Maui-Highlight für das ihr euch nicht anstrengen müsst. Der Ho´okioa Beach bzw. Lookout ist einer der spannendsten Spots, für die ihr nur ein paar Schritte gehen müsst und an dem alle Wassersportfans und Schildkrötenliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Wir haben hier zahlreiche Male angehalten und hätten stundenlang auf der Mauer sitzen können und das Treiben im Wasser beobachten können. Der Strand ist nämlich einer der bekanntesten Surf- und Windsurfspots Hawaiis. Aber er ist nicht nur bei Surfern beliebt, sondern bietet auch 100% Schildkröten-Garantie!

"Maui, Schildkröten am Ho´okipa Beach"
"Maui, Schildkröten am Ho´okipa Beach"
"Maui, Schildkröten am Ho´okipa Beach"

Es gibt zwei Parkplätze. Vom oberen Parkplatz habt ihr den perfekten auf die Bucht und die Windsurfer die sich waghalsig in die Wellen stürzen. Im Hintergrund liegt die Nord-West-Küste Mauis mit seinen grünen Bergrücken. Alle die doch etwas Action wollen, können hier dem Wassersport frönen. Geübte (!) Windsurfer können an einem der bekanntesten Spots der Welt die Wellen reiten. Für Surfer ist es weniger anspruchsvoll und der Spot ist auch für Anfänger und Kinder geeignet. Aber Vorsicht: Ihr müsst euch den Strand auf jeden Fall mit den Schildkröten teilen die hier an Land kommen um in der Sonne zu chillen. Wenn ihr ihnen besonders nah kommen wollt, dann packt unbedingt Schnorchel-Sachen ein. Bitte unbedingt ausreichend Abstand halten um die Tiere nicht zu stören!

"Maui, Windersurfer am Ho´okipa Beach"

5: Iao Valley

Ein letztes Maui Highlight ist das Iao Valley. Auch hier werden Hawaiiklischees auf besonders schöne Weise wahr. Durch das Valley windet sich ein Fluss um große Steine, zahlreiche Flussbadestellen laden zu einer Erfrischung ein. An den Berghängen wachsen tropische Pflanzen und die Iao Needle ragt aus der saftigen Landschaft empor. Wir hätten den Park so gern erkundet, aber leider war der State Park zu unserer Reisezeit geschlossen. Somit konnten wir nur einen kleine Vorgeschmack rund um den Kepaniwai Park erhaschen. Was sollen wir sagen, selbst dieses kleine Fleckchen Erde war schon so schön, dass es das Iao Valley auf die Liste unserer Maui Highlights geschafft hat.

Informiert euch hier über die aktuellen Parköffnungszeiten

"Maui, Blick ins Iao Valley"
"Maui, Straße ins Iao Valley"
"Maui, Flussbadestelle im Iao Valley"

*Affiliatelinks: Wenn ihr über die mit Sternchen gekennzeichneten Links etwas bestellt oder bucht, bekommen wir eine kleine Provision. Der Preis erhöht sich für euch natürlich nicht! 

Das könnte dir auch gefallen...

Schreibe einen Kommentar