Hawaii – Alles was ihr vor eurem Besuch im Haleakala Nationalpark auf Maui wissen müsst

Haleakala Nationalpark
"Maui, Sliding Sands Haleakala Nationalpark"

Haleakala Haleakala- Haus der Sonne: Der Legende nach hat der Halbgott Maui hier oben rund 3.000m über dem Meeresspiegel die Sonne eingefangen. Es fällt leicht dieser Glauben zu schenken, wenn man nur einmal mit eigenen Augen einen Sonnenaufgang bzw. -untergang vom Gipfel des höchsten Vulkans auf Maui erlebt hat. Der Vulkan ist Namensgeber für den gleichnamigen Haleakala Nationalparks, der weite Teile des östlichen Mauis überspannt. 
Wo es auf Maui dichte Bambuswälder wie in Asien gibt, warum ihr im Tropenparadies von Hawaii ein Pudelmütze brauchen könntet und vieles, vieles mehr erfahrt ihr hier…

Haleakalā Nationalpark

Der Haleakala Nationalpark ist ohne Zweifel einer der beeindruckendsten Orte auf Maui. Er erstreckt sich über das Vulkangebiet im Landesinnere bis zu den Küstenabschnitten rund um die Oheo Gulch (Pipiwai Trail). Auf rund 12.000 Hektar findet ihr eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft, von marsähnlicher Steinwüste auf dem Gipfel bis zu tropischen Dschungel an der Küste.
Schon beim Landeanflug auf Maui fällt auf: Die Insel ist zweigeteilt, im Osten dominiert der Red Hill Haleakala die Landschaft. Im Westen bildet der Puu Kukui den Gegenpol. Der Haleakala Summit ist mit rund 3.055m die höchste Erhebung auf Maui, der Gipfel liegt über den Wolken und in der Ferne könnt ihr an guten Tagen die Berggipfel von Big Island aus den Wolken blitzen sehen. 

Haleakala Nationalpark: Sonnenuntergang auf dem Gipfel
"Maui, Sonnenuntergang Haleakala Summit"

Bei der Fahrt auf den Gipfel durchquert ihr also die Wolkendecke, dementsprechend kann es passieren, dass es wie aus Eimern gießt. Lasst euch davon nicht beirren, die Gipfel liegt fast immer oberhalb der Wolkendecke, sodass dort wieder schönes Wetter ist. Je mehr Wolken sich um den Berg gruppieren desto schöner ist das Schauspiel beim Sonnenauf- bzw. -untergang. Wir haben in zwei Wochen den Berg nur einmal völlig wolkenlos gesehen, dann ist der magische Effekt natürlich nicht vorhanden. Seid auf jeden Fall auf die wechselnden Wetterlagen und die kontinuierlich sinkenden Temperaturen eingestellt und packt euch warme und regensichere Kleidung ein. Mehr dazu später…

Wichtig: Auf Grund der Höhe soll man den Ausflug zum Haleakala nur machen wenn man in den letzten 24h nicht Tauchen war, bzw.  in den nächsten 24h keinen Tauchgang geplant hat!

Haleakala Nationalpark: Wanderung in den Krater
"Maui, Haleakala Nationalpark"

Sliding Sands Trail

Der vollständige Sliding Sands Trail (Keoneheʻeheʻe Trail) führt über rund 30km vom Haleakala Visitor Center in der Nähe des Gipfels durch den Krater zum Halemau’u Trailhead am Anfang des Nationalparks. Da die Wanderung sehr lang ist, gehen die meisten nur einen Teil des Weges, so auch wir. Wir sind vom Visitor Center in die Mondlandschaft des Kraters gewandert und nach ca. 6 km an der ersten Weggabelung wieder umgedreht. Die Wanderung ist zu Beginn sehr einfach, wenn ihr jedoch den gleichen Weg zurück geht solltet ihr unbedingt beachten, dass der Aufstieg anstrengender ist und ihr dementsprechend mehr Zeit benötigt. Nicht das ihr am Ende noch den Sonnenuntergang verpasst. Bereits auf dieser Strecke habt ihr einen tollen Blick auf die Sandkegel im Krater, ein absolutes Highlight!

Haleakala Nationalpark: Wanderung in den Krater
"Maui, Blick in den Krater im Haleakala Nationalpark"
Haleakala Nationalpark: Wanderung in den Krater
"Maui, Sliding Sands Haleakala Nationalpark"
Haleakala Nationalpark: Wanderung in den Krater
"Maui, Sliding Sands Haleakala Nationalpark"

Nenes - Das Nationaltier Hawaiis

Nenes, die hawaiianischen Gänse, wurden 1957 zum Nationalvogel Hawaiis und sind eine der seltensten Gänsearten der Welt. Ihr Name „Nene“ kommt von ihren weichen Ruflauten. Obwohl die meisten Nenes in abgelegenen Gebieten weit weg von Menschen leben, findet man sie auch an hochfrequentierten Orten, wie dem Haleakala Nationalpark auf Maui. Hier haben sie sogar relativ oft unseren Weg gekreuzt und watscheln auch an belebten Plätzen wie dem Visitor Center rum. Nenes sind geschützte Tiere, es ist illegal sie zu berühren, zu füttern und natürlich zu jagen. Haltet daher immer ausreichend Abstand zu den Tieren und beobachtet sie aus gebührendem Abstand.

Haleakala Nationalpark: Nene (Wildgans) - Das Nationaltier
"Maui, Nene im Haleakala Nationalpark"

Der Gipfel des Haleakala ist bekannt für seine traumhaften Sonnenauf- und untergänge über den Wolken. Ein einmalige Erlebnis, welches nicht nur eines unserer Maui-Highlight, sondern eines unserer Reisehighlights allgemein geworden ist. Wir haben uns für den Sonnenuntergang entschieden und haben davor die Wanderung in den Krater unternommen. Dies war für uns absolut die perfekte Variante, da wir nicht mitten in der Nacht aufstehen mussten und die beiden Aktivitäten kombinieren konnten. 

Sonnenuntergang auf dem Haleakala Summit

Nach der beeindruckenden Wanderung ist es Zeit den Abend romantisch ausklingen zu lassen. Damit ihr dies auch wirklich genießen könnt, braucht ihr warme Sachen und ein paar Snacks um euch nach der Wanderung zu stärken. Auf dem Gipfel gibt es kein Restaurant oder Einkaufsmöglichkeit. Wenn ihr wie wir, zuvor die Wanderung gemacht habt, seid ihr auf jeden Fall rechtzeitig da und habt euch einen Parkplatz gesichert. Allen anderen sei gesagt: Kommt nicht zu spät, die Parkplätze sind begrenzt und ihr müsst unter Umständen noch weit zum Gipfel laufen. Der Profi ist mit seinem Strandstuhl und einer vollgepackten Kühlbox ausgestattet. Dann heißt es warten und genießen. 

Bilder sagen mehr als 1000 Worte: Let´s the magic begin…

SonnenAUFgang auf dem Haleakala Summit

Für alle Frühaufsteher gibt es als Alternative zum Sonnenuntergang über den Wolken, die Möglichkeit den Sonnenaufgang vom Gipfel zu beobachten. Dieses Spektakel soll noch majestätischer sein und gehört zu den beliebtesten Ausflügen auf Maui. Es gibt unzählige Anbieter die Sonnenaufgangstouren anbieten. Der Vorteil dabei ist, dass sie perfekt über das Wetter und die perfekte Uhrzeit bescheid wissen und euch pünktlich und sicher auf den Gipfel bringen. Außerdem ist bei einer geführten Tour ein gemütlicher Winteranzug inklusive, sodass ihr auf keinen Fall friert.

Natürlich könnt ihr auch auf eigene Faust zum Sonnenaufgang auf den Gipfel fahren. Dazu müsst ihr euch im Vorfeld registrieren um die Zugangsberechtigung zu erhalten (gilt nur für den Sonnenaufgang). Informiert euch wie lange ihr von eurer Unterkunft auf den Gipfel braucht und rechnet ausreichend Puffer ein, es ist auf jeden Fall mit erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Es wäre wirklich schade wenn ihr so früh aufsteht und dann den Sonnenaufgang verpasst. Packt euch richtig dick ein, zum Sonnenaufgang ist es noch mal um einiges kälter als zum Sonnenuntergang!

Wer nach Hawaii kommt wird die Pudelmütze vermutlich zu Hause lassen. Wenn ihr jedoch auf dem Gipfel des Haleakala den Sonnenaufgang bzw. -untergang sehen möchte sollte ihr unbedingt warme Sachen mit im Gepäck haben. Es wird wirklich eisig!

Bei unserer Wanderung in den Krater hatten wir rund 15°C, beim Sonnenuntergang fielen die Temperaturen auf ca. 8°C, dazu kommt der eiskalte Wind, der es um einiges kälter wirken lässt.

Lange Hosen, ein dicker Pulli, Windjacke und feste Schuhe sind auf jeden Fall Pflicht! Da wir aus dem deutschen Herbst kamen hatten wir die Sachen ohnehin dabei. Darüber hinaus haben wir noch eine Decke aus der Unterkunft mitgenommen und hätten locker noch mehr brauchen können. 

In einem anderen Artikel haben wir gelesen: „Nimm so viele warme Sachen wie möglich mit und wenn du denkst du hast genug, dann nimm noch mehr mit!“ und genau diesen Rat würden wir euch auch geben. Man unterschätzt es unglaublich leicht wenn man in den tropischen Temperaturen an der Küste losfährt aber es ist wirklich, wirklich (!!!) kalt.

Beachtet auch, dass es beim Sonnenaufgang nochmal um einiges kälter ist, da die Erde nicht vom Tag aufgeheizt ist. Dann können die Temperaturen leicht unter die Null-Grad-Marke fallen. Manchmal liegt dann sogar Schnee.

Bei geführten Touren sind meistens dicke Wintersachen im Preis inklusive. Dort werden dann zum Teil Skianzüge aufgefahren. Damit erreicht man dann bestimmt endlich Wohlfühltemperatur.

Der Besuch auf dem Gipfel des Haleakala soll hoffentlich nicht euer letzter Besuch in dem atemberaubenden Haleakala Nationalpark gewesen sein. Denn neben der Marslandschaft hoch über den Wolken hat der Nationalpark noch eine wunderschöne tropische Küstenregion zu bieten. Da das Ticket für den Nationalpark mehrere Tage gilt, steht einer ausgiebigen Erkundung nichts im Wege. Besucht also unbedingt den Pipiwai Trail und die Küstenregion rund um den Oheo Gulch. Dies lässt sich perfekt mit einem Tag auf der „Road to Hana“ verbinden…

Pipiwai Trail

Der Pipiwai Trail ist einer der letzten Stops auf der weltberühmten „Road to Hana“ und Teil der Küstenregionen des Haleakala Nationalparks. Streng genommen liegt der Trail jedoch hinter Hana. In unserem Fall war es der erste Stop auf der Route, da wir die Road to Hana an diesem Tag rückwärts gefahren sind. Auch wenn viele Quellen behaupten die Region sei nicht über das Upcountry zu erreichen, dem ist nicht so! Wenn ihr sichere Fahrer seid, könnt ihr bedenkenlos die Route durch Landesinnere nehmen. Es gibt nur einen sehr kurzen Streckenabschnitt auf dem es etwas holprig wird, der Rest der Straße ist tadellos ausgebaut. Wir sind die Strecke mit unserem normalen Mietwagen gefahren, mit einem der beliebten Jeeps werdet ihr gar keine Probleme haben die Anfahrt zu meistern. Die Landschaft und der Blick auf die Küste sind darüber hinaus wunderschön und absolut sehenswert. 

Maui Wandern: Pipiwai Trail
"Maui, Waimoku Fall"

Unser Tag startet also mit der Wanderung des Pipiwai Trails. Früh aufstehen lohnt sich, da im Laufe des Tages die Wanderer ankommen, die zuvor die Road to Hana gefahren sind. Morgens haben wir ohne Probleme einen Parkplatz bekommen, als wir gegen Mittag zurück kamen war der Platz brechend voll und die Parkplatzsuche gestaltete sich für die Spätankömmlinge schwierig. 
Der Trail an sich ist sehr einfach, schattig und gut ausgebaut. Er führt in ca. 40 Minuten zum Waimoku Fall. Nichts desto trotz solltet ihr auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, da es im Dschungel relativ matschig werden kann. Außerdem sollte ihr natürlich ausreichend Trinkwasser im Gepäck haben, auch Mückenspray kann nicht schaden.

Maui Wandern: Pipiwai Trail
"Maui, tropische Pflanzen am Pipiwai Trail"

Für uns war jedoch nicht der Wasserfall das Highlight der Tour, sondern die Wanderung an sich. Diese führt nämlich durch beeindruckende Natur. Zu Beginn geht es durch einen verwunschenen Regenwald. An allen Ecken duftet es nach tropischen Früchten, wer Ahnung von Botanik hat kann sich am Wegrand den Bauch vollschlagen. Da wir nicht wussten ob von Guaven, Maracujas und Mangos alle Sorten uneingeschränkt essbar sind haben wir uns mit den tollen Gerüchen begnügt. Anschließend führt der Pfad in einen riesigen Bambuswald. Entlang des Holzstegs könnt ihr wilde Tiere im Unterholz beobachten oder einfach dem Geräusch lauschen, was entsteht wenn der Bambus sich im Wind wiegt. Kurz vor dem Wasserfall wird der Dschungel lichter und die Vegetation ändert sich nochmals sodass ihr tropische Blüten und Insekten bestaunen könnt. 

Maui Wandern: Pipiwai Trail
"Maui, Bambuswald am Pipiwai Trail"
Maui Wandern: Pipiwai Trail
"Maui, Bambuswald am Pipiwai Trail"
Maui Wandern: Pipiwai Trail
"Maui, Wanderung Pipiwai Trail"

Der Eintritt in den Haleakalā-Nationalpark kostet 30$ (Stand 12/2022) pro Fahrzeug und ist 3 Tage gültig. Beachtet daher unbedingt, dass ihr euren Besuch auf dem Summit und an der Küste (z.B. Pipiwai Trail) so plant, dass ihr den Eintritt nur einmal bezahlen müsst. 

Es gibt mehrmals jährlich sogenannte „Fee Free Days“ an diesen Feiertagen wird kein Eintritt erhoben. Die Liste der Daten findet ihr hier. Wir hatten z.B. Glück, dass einer dieser Tage in unseren Reisezeitraum gefallen ist, so konnten wir die Besuche freier planen.

Der Haleakalā-Nationalpark ist Bestandteil des „America the beautiful Nationalparkpass“. Wenn ihr also Inhaber des Passes seid, müsst ihr nicht noch mal Eintritt bezahlen.

Um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu erleben, müsst ihr euch nochmal gesondert registrieren. Es sind so viele Tickets verfügbar wie es Parkplätze gibt. Bucht unbedingt frühzeitig, da die Tickets Wochen im voraus ausgebucht sind. Es wird zusätzlich eine symbolische Reservierungsgebühr von 1$ erhoben. Wichtig: für den Sonnenuntergang ist keine Reservierung nötig!

Haleakala Nationalpark: Sonnenuntergang auf dem Gipfel
"Maui, Rückfahrt nach Sonnenuntergang"

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