Bonbini Curacao - Entdecke die Bedeutung von Blau

Nicht selten ernten wir ungläubige Blicke wenn wir in unserem Umfeld unser neuestes Reiseziel bekannt geben. So auch dieses mal: Denn wenn man an “Curacao denkt, kommen einem unweigerlich wilde Teenieparties in den Sinn, bei denen die Drinks nicht bunt und süß genug sein konnten. Aber nein, wir haben nicht vor unseren Urlaub in der nächsten Cocktailbar zu verbringen, was wir meinen ist die Insel Curacao.

Die Insel auf der der Likör, der hier zu Lande die lustige Farbe in die Drinks zaubert, seinen Ursprung hat. Die blaue Farbe kommt sicherlich nicht von ungefähr, denn auf dieser Insel nimmt die Farbe Blau Facetten an die für das menschliche Auge fast schon unnatürlich wirken. Das Meer leuchtet in Türkistönen, bei denen sogar ein blauer Textmarker neidisch werden würde. Kaum zu glauben? Kommt mit uns auf die Reise und entdeckt die Bedeutung von blau, blauer … Blue Curacao!

Die alljährliche Winterflucht wird bei uns häufig durch die zahlreichen Weihnachtskalender-Gewinnspiele von einschlägigen Reiseseiten inspiriert. Leider haben wir bisher noch nie etwas gewonnen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Da man aber 24 Tage lang von unterschiedlichen Seiten täglich mit potenziellen Reisezielen bombardiert wird, kommen wir meist nicht umhin Anfang des Jahres direkt loszulegen und die neuen Inspirationen in die Tat umzusetzen. Mit dem tropischen Klima, traumhaften Stränden und der fröhlichen Lebensart ist Curacao also bestens geeignet um dem Winterblues zu überwinden.

Dushi Curacao - Short Facts

Curacao ist eine traumhafte karibische Insel und bildet mit Aruba und Bonaire die ABC-Inseln vor der venezolanischen Küste. Sie gehört zu den Inseln „unter dem Winde“ und liegt damit außerhalb des Hurrikangürtels. Dadurch ist die Region das ganze Jahr fabelhaft für einen Besuch geeignet. Wir waren im Januar/ Februar dort, was in der offiziellen Regenzeit liegt. Diese fällt in Curacao allerdings lang nicht so extrem aus wie anderswo auf der Welt und so konnten wir uns eigentlich den ganzen Urlaub über herrlichen Sonnenschein freuen.
Die Insel ist heute, als ehemalige Kolonie, ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Man spricht hier unter anderem niederländisch, was durch die sprachliche Nähe zum Deutschen das Reisen extrem vereinfacht, außerdem kommt man mit englisch gut voran. Die Einheimischen sprechen natürlich Kreol, bzw. Papiamento: „Bonbini“ heißt von der Wortbedeutung so viel wie „Willkommen“ aber steht auch sinnbildlich für den karibischen Flair und die herzliche Lebensart der Inselbewohner. “Dushi” steht so ungefähr für alles Schöne… also alles in Curacao!

Anreise und Unterkunft

Wir erwischen also einen günstigen Direktflug für ca. 500€ pro Person ab Düsseldorf, damals noch mit Air Berlin (Gott hab sie selig). Jetzt gibt es meiner Recherche nach nur noch die Möglichkeit einmal in der Woche von Frankfurt einen Direktflug zu buchen. Die meisten anderen Flüge gehen über Amsterdam, wenn man also in Grenznähe wohnt, macht es auf jeden Fall Sinn sich mal bei unseren niederländischen Nachbar kundig zu machen. Die Flüge von Amsterdam sind zahlreich und häufig bei weitem günstiger als aus Deutschland.

Wir entscheiden uns dazu unsere zweiwöchige Reise in zwei verschiedenen Unterkünften zu verbringen. Und nehmen uns für den Anfang über Airbnb eine schnuckelige kleine Unterkunft in der Inselhauptstadt Willemstad und für die zweite Woche ein maritimes Apartment im Norden der Insel.
Die ersten Tage lassen wir erst mal ruhig angehen und genießen die tropische Wärme. In dieser Zeit haben wir auch noch keinen Mietwagen. Durch die Nähe zu Willemstad können wir die inseltypischen Minibusse nutzen. Diese hält man einfach per Handzeichen an oder steigt am Busbahnhof in einen der Busse ein, welcher in die grobe Richtung fährt in die man möchte. Der Preis wird pro Person und Strecke berechnet. Wir konnten keine einheitliche Preispolitik feststellen aber insgesamt kommt man für ca. 2€ günstig von A nach B.
Unsere kleine Airbnb-Unterkunft ist sehr stylish und bietet alles was man braucht. Eigentlich wollten wir in die größere Wohnung einziehen, doch leider gab es eine Doppelbuchung über Airbnb und Booking, sodass dieses schon belegt war. Da unser Apartment dann doch etwas klein war, würden wir beim nächsten mal dann doch lieber auf die größere Wohnung zurückgreifen.

In der zweiten Woche ziehen wir nach Lagun im Norden der Insel. Mit unserem Mietwagen können wir uns jetzt auch wirklich frei auf der Insel bewegen. Das Apartment ist super schön, groß und luftig. Wir haben eine tolle Terrasse mit einem kleinen Meerblick. Hier kann man herrlich draußen frühstücken oder den Abend bei einem Cocktail und einem Ründchen „Kniffel“ ausklingen lassen. Da sich die Wohnung in einer hotelähnlichen Anlage befindet gibt es auch einen großartigen Pool und einen tropischen Garten mit süßen kleinen Kolibris. Außerdem ein Restaurant, eine Tauchschule und alles was man sonst so noch so für einen gelungenen Urlaub brauchen könnte. Der Strand liegt geschützt in einer Bucht. Mann kann gemütlich an den Klippen entlang schnorcheln. Das Resort liegt erhöht an der Steilküste, sodass man sehr weit über den Ozean schauen kann und bei einem Cocktail die wunderschönen Sonnenuntergänge genießen kann.

Aber was kann man jetzt eigentlich in diesem Curacao alles erleben?

Zunächst ist Curacao natürlich vor allem wegen seiner traumhaften Strände und seiner herrlich entspannten Lebensart immer eine Reise wert. Außerdem erfreut sich die Insel unter Tauchern und Schnorchlern großer Beliebtheit. Auch wir konnten beim Schnorcheln einige neue Entdeckungen machen. Wer allerdings bunte Riffe wie auf den Malediven oder Äqypten erwartet wird etwas enttäuscht sein. Dazu muss man den Kopf vermutlich etwas tiefer unter Wasser stecken und einen Tauchausflug machen, da in Strandnähe kaum Korallen zu finden sind. Check it out: Blue Curacao – Die schönsten Strände
Natürlich hat die Insel auch neben der Strände noch einiges zu bieten. Ein bunter Strauß an Möglichkeiten wartet auf euch wenn ihr mal die Schnauze voll habt von Sonne, Strand und Meer. Wo ihr Schildkröten beim surfen beobachten oder ein Tänzchen mit der „Swinging Old Lady“ wagen könnt? Lest mehr in unserem Beitrag zu den spannendsten Ausflügen auf der Karibikinsel.

Nice to know:

in Curacao hat das Leitungswasser Trinkwasserqualität und kann bedenkenlos getrunken werden, dies spart bares Geld, da man seine Flasche immer wieder irgendwo auffüllen kann

die Übernachtungspreise in Hotels sind im Vergleich zu privaten Apartments sehr hoch. Kleine, schnuckelige Apartments bekommt man schon unter 400€ für zwei Personen und Woche.

die Insel ist allgemein kein günstiges Pflaster. In Bars und Restaurants muss man mit Preisen wie in deutschen Großstädten rechnen. Schon aus diesem Grund ist eine Ferienwohnung z.B. über Airbnb* eine gute Alternative, da man sich hier selbst verpflegen kann.

Überall auf der Insel findet man am Straßenrand zahlreiche Foodtrucks, an denen man köstliche Snacks und erfrischende „Batidos“ kaufen kann. Batidos sind eine Art eiskalter Smoothie aus karibischen Früchten, welche man sich selbst zusammenstellen kann. Probiert auch unbedingt die Kaffee-Variante – unglaublich lecker!

Eine Unart auf der Insel ist die Tatsache das einige Strände Eintritt verlangen. Meist bedeutet dies, dass man auch eine kleine Summe zahlt wenn man nur mit dem Handtuch im Sand liegt. Oft jedoch auch vorausgesetzt, dass man sich eine Liege mietet. Viele Strände sind aber kostenlos und dadurch auch bei den Einheimischen beliebt.

Auf der Insel sind Feuerfische eine wahre Plage. Man sollte sich beim Schnorcheln tunlichst von ihnen fernhalten, da die Berührung äußerst schmerzhaft werden kann. Um der Lage Herr zu werden, ziehen die Insulaner im Sonnenuntergang los und Harpunieren die Tiere, mit etwas Glück liegt der Fisch wenig später auf dem Grill, so z.B. im Discover Lagun Strandrestaurant

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