Curacao- Spannende Ausflüge auf der Karibikinsel

Willemstad

Der Stadtkern ist in zwei Stadtteile aufgeteilt, dem östlichen Punda und dem westlichen Otrabanda. Beide teile sind durch die Zufahrt zum Hafen Schottegat getrennt. Um die beiden Statdteile für Fußgänger zu verbinden wurde eine einzigartige Brückenkonstruktion gewählt. Die Königin-Emma-Brücke auch „Swinging Old Lady“genannt, ist eine Pontonbrücke die keine feste Uferverbindung hat, sie kann von Otrabanda aus zur Seite geschwungen werden, sodass eine Durchfahrt für Schiffe ermöglicht wird. Je nachdem wie groß das Boot ist, kann dies schon mal eine Weile dauern. Da sich die Brücke extrem langsam bewegt kann man währenddessen auch darauf bleiben und das Treiben beobachten und den Ausblick auf die Altstadt von Punda genießen. Die Brücke und die Handelskaden werden nachts bunt beleuchtet und sehen dann besonders cool aus.
In der Inselhauptstadt sind ganz klar die niederländischen Einflüsse zu spüren. Die kleinen bunten Häuser der Handelskaden sehen fast so aus wie die in Amsterdam, jedoch mit karibischen Flair und fröhlichen Farben. Die Legende sagt, dass die Häuser früher weiß gestrichen waren, da die karibische Sonne die Fassade aber in einem zu grellem Licht erstrahlen lies wurden sie dann auf Erlass des Bürgermeisters in kunterbunten Farben angepinselt und wurden damit zum Wahrzeichen der Karibikinsel.

Unweit der Handelskaden befindet sich der „Floating-Market“ hier wird von venezolanischen Händlern Obst und Gemüse, sowie fangfrischen Fisch direkt vom Boot verkauft. Update: Auf Grund der politischen Lage in Venezuela wurde der Markt 2018 nach über 100 Jahren geschlossen.
Alternativ dazu gibt es die Uferpromenade runter noch den Ronde Market -New Market und den Plasa Bieu – Old Market. Hier kann man frisches Obst, Rum und einige Souvenirs shoppen oder die köstliche kreolische Küche genießen.
Unser Stadtspaziergang hat uns auch in den Königin Wilhelmina Park geführt. Der Platz ist umgeben mit farbenfrohen Kolonialbauten. Außerdem stehen hier in großen Lettern die Schriftzüge „Curacao“ und „Dushi“ die sich für coole Fotomotive eignen.

Curacao Likörfabrik

Wenn man schon mal auf der Insel ist, möchte man natürlich auch wissen was es mit dem berühmten Likör auf sich hat. Was eignet sich dazu besser als ein Besuch in der Destille. Diese befindet sich in dem alten Kolonialhaus „Landhuis Chobolobo“ in Willemstad. Der Likör wird aus einer speziellen Orangensorte destilliert, welche für den Verzehr ungeeignet ist und in speziellen Kupferkesseln gebrannt. Überraschend ist dabei, dass er eigentlich weiß ist und nur durch die Zugabe bestimmter Pflanzenstoffe seine berühmte blaue Farbe erhält. Auf der Insel gibt es noch weitere Sorten in bunten Farben wie grün, orange und rot welche jedoch alle gleich schmecken. Natürlich ist bei der Besichtigung eine Verkostung dabei. Anschließend gönnen wir uns noch einen Cocktail in der angeschlossenen Bar und spazieren durch die Wohnviertel Willemstads zur Unterkunft.

Flamingo Watching - Salina Sint Michiel & Salina Sint Marie

Da Flamingos und Salzseen untrennbar miteinander verbunden sind, findet man natürlich auch hier die Tiere verlässlich in den Salinen.
In den Salina Sint Michiel kann man die Tiere direkt von der Straße aus beobachten. Ihr findet die Saline nördlich der Piscadera Baai auf dem Weg zum Kokomo Beach, an dem ihr unbedingt einmal frühstücken gehen solltet. Auf dem Weg kann man auf einer relativ langen Strecke das Auto am Straßenrand abstellen und sieht von dort direkt die Flamingos. Man kann bestimmt auch weiter in die Salinen hineinlaufen.
Dies haben wir in den Salina Sint Marie gemacht. Diese liegen wiederum nochmals etwas weiter nördlich an einem kleinen Ort namens Sint Willibrordus. Hier ist es etwas ruhiger und man kommt den Flamingos richtig nahe. Die Salinen sind landschaftlich sehr schön gelegen und man kann auf schmalen Landstegen hindurch spazieren.

Watamula

Ganz im Nordwesten der Insel ist die Landschaft schroff und wild. An den Klippen schießen Wellen meterhoch in den Himmel. Hier befindet sich auch der Aussichtspunkt „Watamula“. Die Anfahrt ist etwas beschwerlich und wir wollten mit unserem Miniauto schon fast umdrehen. Ein netter Holländer hat uns dann aber ermutigt es zu wagen. Der Schotterweg schlängelt sich durch riesige Kakteen. Am Parkplatz angekommen läuft man noch wenige Meter über schroffes Gestein (mit Flip-Flops ein lustiges Unterfangen).
„Watamula“ an sich ist ein Loch in den Gesteinsformationen. Hier werden die Felsen durch die raue See unterspült, das Wasser schießt dann durch das Loch an die Oberfläche.

Boka Ascension - Tortugatrail

Diesen Spot haben wir eigentlich nur durch Zufall entdeckt. Wir sind im Norden rumgedüst und sind auf eine Informationstafel am Straßenrand aufmerksam geworden. Diese wies auf eine Bucht hin in der man Schildkröten beobachten kann. Also sind wir die unwegsame Straße zur Küste abgebogen um uns das mal genauer anzusehen. Die Boka Ascension ist eine schmale Bucht die sich weit in die Küste einschneidet. Auf der rechten Seite der Bucht führt vom Parkplatz ein Trampelpfad, der „Tortugatrail“, (Tortuga = span. Schildkröte) die Klippen hinauf. Von dort oben hat man einen tollen Überblick über die Bucht und kann im Hintergrund die Landschaft des Christoffel Nationalparks sehen. Der weg führt durch meterhohe Kakteen am Abgrund entlang bis zum Meer wo das Wasser in hohen Wellen an die Klippen schlägt. In der Brandung kann man von oben viele Schildkröten beobachten, welche auf den Wellen in die Bucht surfen. Der Spot ist keiner der typischen Touri-Hotspots, aber definitiv für uns eines der coolsten Erlebnisse in Curacao.

Christoffel Nationalpark

Ebenfalls im wilden Westen befindet sich der ca. 1860 Hektar große Nationalpark mit dem ca. 372m hohen Christoffelberg. In dem Park sind seltene Pflanzen, riesige Kakteen und Leguane beheimatet. Bei einer Wanderung auf den Christoffelberg soll man mit einer grandiosen Aussicht belohnt werden. Bei den tropischen Temperaturen ist dies jedoch eine wahre Herausforderung. Leider hatten wir nicht mehr genug Zeit um uns selbst auf das Abenteuer zu begeben.

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