Chengdu "Home of the Giant Panda"- Der knuffigste Stopover Ever

Weihnachten unter Palmen – Ein Traum den wir uns endlich erfüllen konnten. Thailand sollte es sein und ein halbwegs bezahlbares Flugticket nach Bangkok musste her. Über Skyscanner* hatten wir Glück und konnten einen Flug zu einem akzeptablen Preis schießen. Einen kleinen Zwischenstop in Chengdu inklusive.
Da China nicht wirklich auf unserer Bucket-Liste stand, sagte uns auch Chengdu herzlich wenig. Ein kurzer Blick ins Internet gab Aufschluss: Chengdu – “Home of the Giant Panda” … Jab, genau die Pandas die in den letzten Jahren immer wieder durch die Medien geisterten und mit ihrer tapsig knuffigen Art die Herzen im Sturm eroberten und unseren Stopover in Chengdu mit ganz vielen “aaaahs” und “ooohs” füllen würden.

Wie Viel Zeit Brauche ICh?

Wir hatten exakt 7h 25min Aufenthalt in Chengdu (6.55 – 14.20). Das reicht dicke! Zugegeben, wir waren anfangs etwas hektisch, da wir ja noch alles selbst herausfinden mussten. Aber mit unseren wertvollen Tips könnt ihr ruhig und strukturiert in euren schwarz-weißen Traumtag starten. 
Der frühe Morgen ist übrigens die beste Zeit um die Pandas zu besuchen. Erstens gibt es da gerade Futter und die Pandas sind fit und ausgeschlafen und zweitens wird es gegen Mittag relativ voll. 

Öffnungszeiten: 7.30 – 18.00 (letzter Einlass 17.00)

Wie Funktioniert die Einreise Nach China?

Einige Großstädte in China bieten eine visumfreie Einreise für 72h bzw. 144h an. In dieser Zeit könnt ihr den Flughafen verlassen und euch frei im Stadtgebiet bewegen um auf Entdeckungsreise zu gehen. In Chengdu habt ihr bspw. 72h Zeit um Pandas zu besuchen, in Peking könnt ihr innerhalb von 144h einen Ausflug zu chinesischen Mauer machen.
Als Staatsbürger der meisten EU-Staaten, sowie der USA und vieler weiterer Nationalitäten könnt ihr die visumfreie Einreise nutzen, sofern ihr einen Weiterflug in ein Drittland gebucht habt. Wenn ihr also aus Land A (bei uns Deutschland) in Land B (also China) einreist und innerhalb von 72h (144h) in Land C (bei uns Thailand) weitereist.
Im Internet kursieren Anleitungen die besagen, ihr müsst die visumfreie Einreise beim Check-In ankündigen und die Fluggesellschaft leitet die Anfrage in der Zwischenzeit an die Einreisebehörde weiter. In Frankfurt am Flughafen hat davon noch niemand was gehört!!! Also geht einfach zur Immigration, schnappt euch das blaue Formular (Arrival card for temporary entry foreigners), füllt es am besten während ihr in der Schlange steht aus und legt es bei dem Beamten vor. Ganz easy peasy!

Was passiert mit meinem Gepäck?

Die Sache mit dem Gepäck hat uns einiges an Schweiß gekostet und so richtig einen Tip können wir euch da auch nicht geben, außer reist mit Handgepäck! Wir haben das “System” tatsächlich nicht verstanden.

Bei der Hinreise (LEJ – FRA – CTU – BKK) wurde uns in Leipzig gesagt, das Gepäck geht bis nach Bangkok durch und es wurde auch durchgelabelt. Allerdings konnte keine Bordkarte für das dritte Flugsegment (CTU – BKK) ausgestellt werden. Dies sollten wir in Frankfurt machen. Der freundliche Mitarbeiter in Frankfurt sagte uns es sei unter keinen Umständen möglich das Gepäck in China durchzuchecken und wir müssten es holen und neu einchecken. (Somit müsst ihr so oder so einreisen auch wenn ihr den Flughafen nicht verlassen wollt.) So auch geschehen das Gepäck lag in Chengdu auf dem Band und wir haben es direkt, auch 7h vor dem Flug, wieder einchecken können.

Bei der Rückreise (BKK – CTU – FRA – LEJ) wurde uns in Bangkok gesagt, das Gepäck müsse in Frankfurt abgeholt werden und neu aufgegeben werden, es wurde jedoch auch wieder bis zum Endziel durchgelabelt. Dies erschien uns völlig unlogisch und so schauten wir in Chengdu bei der Gepäckausgabe vorbei, tatsächlich war unser Koffer nicht dabei. In Frankfurt stand dann eine Lufthansa Mitarbeiterin vor der Gangway, deren einzige Aufgabe es ist Transitpassagieren zu helfen. Diese Dame behauptet dann wieder wir müssten das Gepäck abholen und in der “Transitzone” wieder abgeben, alles kein Problem, haha… Natürlich lag in Frankfurt kein Koffer für uns auf dem Band, dafür rannte uns die Zeit davon, da wir nur 1h 30 min zum Umsteigen hatten. Was folgte waren mehrere Diskussionen mit mega unfreundlichen Lufthansa-Mitarbeitern, Check-In, Sicherheitskontrolle und mitten in der Nacht durch den Flughafen rennen. Danke dafür! Freudig überrascht waren wir dann, dass unser Gepäck und wir tatsächlich in Leipzig ankam.

Wie komme ich zu den Pandas und was kostet der Spaß?

Nicht mit einer geführten Tour!!! Die Angebotenen Touren kosten ca. 145$ (130€ stand 12/2019) pro Person (bei zwei Teilnehmern, der Preis pro Person reduziert sich je mehr Leute ihr seid (80$ bei 10 Personen).  Fairerweise muss man sagen, dass bei diesen Touren meist noch ein Essen und ein Stop in der Stadt dabei ist. Trotzdem ist es im Vergleich zu dem was ihr zahlt wenn ihr auf eigene Faust loszieht einfach nur absolute Abzocke!

Wenn ihr also am Flughafen alles nötige erledigt habt, geht zielstrebig zu einem ATM und hebt euch Geld ab, denn im Taxi kann man nicht mit Kreditkarte bezahlen. Wir haben uns 500¥ geholt (ca. 65€), das reicht für ein Taxi hin und zurück, den Eintritt für zwei Erwachsene, ein kleines Souvenir und einen Snack. 

Lasst die Schlepper, die euch ein Taxi andrehen wollen links liegen und geht direkt zum Taxistand. Dort fahren die Taxis der Reihe nach vor und ihr werdet einem Fahrer zugewiesen. Das Beste ist, die Taxipreise sind von der Stadt festgelegt und alle fahren mit Taxameter. Die Preise sind ganz transparent auf einem Schild am Fenster angebracht. Der Grundpreis ist tagsüber 8¥ dazu kommt ein Preis von 1,9¥ pro Kilometer, für einfache Fahrten müsst ihr die Hälfte des Fahrpreises oben drauf zahlen. So haben wir für Hin- und Rückfahrt zur Panda Base jeweils ca. 130/140¥ (ca. 17/18€) inkl. Trinkgeld bezahlt. 
[ca. 40km  x 1,9¥) = 76¥ + 38¥ + 8¥ =122¥ + Trinkgeld]

Der Eintritt zur Panda Base beträgt dann nur noch 55¥ (ca. 7€) für große Panda und 27¥ (ca. 3,5€) für kleine Pandas. Ein echtes Schnäppchen also.

Lohnt es sich?

Auf jeden Fall. Wer kann Pandas schon widerstehen. Sie sind einfach zu putzig und so viele Pandas auf einem Haufen werdet ihr so schnell vermutlich nicht so schnell wieder zu Gesicht bekommen. Es gibt verschiedene Gehege mit Pandas in unterschiedlichstem Alter. In der Station wird sich auch der Zucht gewidmet und so könnt ihr auch ultraknuffige Pandababies sehen. Für uns war es super nach dem langen Flug frische Luft zu schnappen und sich die Beine bei einem Spaziergang durch den “Zoo” zu vertreten. So geht die Zeit auch richtig schnell rum und ihr könnt auf eurem Weiterflug auf jeden Fall selig schlummer wie kleine Babypandas.

Unser ZEitlicher ABlauf zur Orientierung

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